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Bahn-Tarifkonflikt: Lösung beim Geheimtreffen?


Tarifkonflikt  

Merkel fordert schnell Lösung

20.11.2007, 08:31 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Lokomotive der Deutschen Bahn (Foto: ddp) In ihrem Tarifstreit haben die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL den Gesprächsfaden wieder aufgenommen. Spitzenvertreter beider Seiten trafen sich am Dienstag im hessischen Egelsbach, um über Wege aus dem Tarifkonflikt zu beraten. Über die Inhalte des Gesprächs wurde zunächst nichts bekannt. Unklar blieb auch, ob die Bahn wie erwartet ein neues Angebot vorgelegt hat. Die GDL kündigte an, nach dem Treffen kurz zu informieren. Zwischenstände würden aber nicht an die Öffentlichkeit getragen, sagte der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell. Ob die Gespräche auch am Mittwoch fortgesetzt werden sollten, war nicht bekannt.#

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Merkel macht Druck
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte von den Tarifparteien "volle Konzentration" auf eine schnelle Einigung. "Der Tarifkonflikt bei der Bahn darf nicht bis Weihnachten dauern", sagte Merkel der "Bild"-Zeitung. Die Bahn wollte nach Angaben von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) der GDL ein neues Angebot vorlegen. Das bekräftigte er am Rande der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Meseberg bei Berlin, an der zeitweilig auch Bahnchef Hartmut Mehdorn teilnahm. Ob das dann eine tragfähige Basis für neue Verhandlungen darstelle, sei offen. "Die Positionen sind leider davon noch weit entfernt", sagte Tiefensee. Er appellierte an die Konfliktparteien, in Verhandlungen einzutreten.

Treffen an unbekanntem Ort fortgesetzt
Mehdorn, Bahn-Personalvorstand Margret Suckale, GDL-Chef Schell und GDL-Vize Claus Weselsky hatten sich nach Informationen des Hessischen Rundfunks am Vormittag am Flugplatz Egelsbach bei Darmstadt in einem Restaurant getroffen. Kurz vor Mittag flog Mehdorn dann nach Berlin, um wie Tiefensee an den Regierungskonsultationen teilzunehmen. Das Treffen von Bahn und GDL wurde daher unterbrochen, es sollte nach dpa-Informationen aber später an einem unbekannten Ort fortgesetzt werden.

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Bewegung nach ARD-Sendung
Nach monatelangem Tarifstreit und zuletzt einem Streik im gesamten Schienenverkehr der Bahn war in den vergangenen Tagen plötzlich wieder Bewegung in den festgefahrenen Konflikt gekommen. In der ARD-Talkshow "Anne Will" trafen am Sonntagabend Suckale und Schell aufeinander. Dabei rief Suckale Schell zu neuen Verhandlungen auf Grundlage des bestehenden Angebots vom Oktober auf.

GDL will zweistellige Erhöhung
Das bisherige Angebot der Bahn enthält 4,5 Prozent mehr Geld, 600 Euro Einmalzahlung sowie weitere Verdienstmöglichkeiten durch Mehrarbeit. Die GDL fordert einen eigenständigen Tarifvertrag für das Fahrpersonal und deutliche Einkommensverbesserungen im zweistelligen Prozentbereich. Die Gewerkschaft hatte Ende vergangener Woche mit unbefristeten Streiks bei der Bahn gedroht.

Transnet fordert ebenfalls neues Angebot
Schon vor Beginn des Treffens der Spitzenvertreter von Bahn und GDL forderte der Vorsitzende der Verkehrsgewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, ebenfalls ein neues Angebot der Bahn. Er gehe davon aus, dass die Bahn "auch die Interessen der übrigen Bahnangestellten" berücksichtige. Auch Transnet führe seit Monaten Verhandlungen um die Verbesserung der Entgeltstruktur bei der Bahn.

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