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Industriespionage: Unternehmen in Deutschland zunehmend betroffen

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Studie  

Immer mehr Industriespionage

22.11.2007, 11:47 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Industriespionage (Foto: dpa)Industriespionage (Foto: dpa) Knapp 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind einer Studie zufolge bereits Opfer von Industriespionage geworden oder haben wichtige Firmendaten an Konkurrenten verloren. In fast einem Viertel der Fälle seien die eigenen Mitarbeiter schuld an der Spionage oder dem Datenverlust, hieß es in einer veröffentlichten Umfrage der Sicherheitsservice-Firma Corporate Trust, des Büros für angewandte Kriminologie in Hamburg und der Zeitung "Handelsblatt". In vielen Fällen ließen die Firmen aber ihrerseits nicht ausreichend Vorsicht walten. Hochgerechnet auf die Unternehmen in Deutschland liege der jährliche Schaden bei 2,8 Milliarden Euro.

750 Unternehmen befragt
Betroffen seien deutsche Firmen von zwei Formen der Wirtschaftskriminalität: Industriespionage durch Geheimdienste und so genannte Konkurrenzausspähung, bei der andere Firmen versuchen, an Interna zu gelangen. Der Informationsabfluss durch eigene Mitarbeiter scheine dabei die größte Gefahr zu sein, heißt es in der Studie, für die fast 750 deutsche Unternehmen befragt wurden.



Mitarbeiter als Informationsbeschaffer
In knapp 19 Prozent der Fälle hätten sich Mitarbeiter von Konkurrenten oder Geheimdiensten dazu bewegen lassen, Firmeninformationen oder Details über Produkte und Bauteile weiterzugeben. Hinzu kämen aber noch das Aushorchen argloser Mitarbeiter: Diese würden in unverfänglich wirkende Gespräche verwickelt, in denen sie letztlich geheime Informationen preisgäben, hieß es.

Spionage und Hackangriffe
An zweiter Stelle stehen der Studie zufolge Spionage und Konkurrenz-Ausspähung durch Hackerangriffe auf Computer-Systeme. In 15 Prozent der Fälle hätten sich dabei Geheimdienste und Konkurrenten Zugang zu internen IT-Systemen verschafft. Trotzdem gaben gut 27 Prozent der Unternehmen an, keinen ausreichenden Passwortschutz auf ihren IT-Geräten zu haben. Eine weitere Schwachstelle machte Corporate Trust bei vertraulichen Besprechungen aus: In gut zehn Prozent der Fälle seien Firmen zudem durch Geheimdienste abgehört worden.

Spionage nimmt deutlich zu
Wirtschaftsspionage nimmt nach Angaben der Studie deutlich zu. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sei die Zahl der Wettbewerbsdelikte 2006 um zehn Prozent gestiegen, das Ausspähen von Daten sogar um über 26 Prozent. Dies seien jedoch nur die Zahlen, die den Behörden bekannt geworden seien. Nur jedes vierte Unternehmen, das Opfer solcher Attacken geworden sei, schalte aber auch die Behörden ein. Viele der betroffenen Firmen fürchteten um ihr Image und scheuten daher den Gang an die Öffentlichkeit. Hinzu komme, dass ein Großteil der Vorfälle gar nicht entdeckt würde. Daher gehe das Bundesinnenministerium auch von einem jährlichen Schaden von etwa 20 Milliarden Euro aus.

Maschinen-, Auto- und Luftfahrzeugbauer am stärksten betroffen
Trotzdem unterschätzten viele Unternehmen das Risiko der Industriespionage, hieß es in der Studie. So gingen zwar vier von fünf Unternehmen davon aus, dass das Risiko weltweit ansteigen wird, jedoch glaube nur ein Drittel, dass die Gefahr auch für ihr eigenes Unternehmen zunehmen wird. Betroffen von der Spionage sind den Angaben zufolge insbesondere deutsche Maschinen-, Auto- und Luftfahrzeugbauer, aber auch die Metallindustrie


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