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Postsektor  

Focus: Springer prüft Ausstieg aus Briefgeschäft

01.12.2007, 13:01 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

 Axel Springer-Gebäude in Berlin (Foto: dpa) Axel Springer-Gebäude in Berlin (Foto: dpa) Nach der in dieser Woche erzielten Einigung auf einen Mindestlohn für Briefträger steigt der Axel-Springer-Verlag einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" zufolge womöglich wieder aus dem Postgeschäft aus. Der Verlag habe in der vergangenen Woche eine Investmentbank beauftragt, potenzielle Käufer von Anteilen der Tochterfirma Pin zu suchen, berichtete das Münchner Magazin am Samstag vorab. Springer hatte erst im Sommer die Mehrheit an Pin übernommen und dafür 510 Millionen Euro bezahlt. Durch Investitionskosten belaufen sich die Pin-Verluste demnach dieses Jahr auf rund 55 Millionen Euro.

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Mindestlohn zu hoch für Pin
Grund eines möglichen Ausstiegs sei vor allem der bevorstehende Mindestlohn. "Der fragwürdige Schulterschluss zwischen Politik, Post und Gewerkschaft bringt Pin und seine Mitarbeiter in eine bedrohliche Lage", zitierte das Magazin eine Springer-Sprecherin. Der "ungeheuerliche Vorgang" diene ausschließlich dem Ziel, den Monopolisten Deutschen Post zu stärken. Die Pin-Austräger erhalten im Durchschnitt einen Stundenlohn von 7,90 Euro. In einigen Regionen im Osten sind es fünf Euro. Nach dem nun beschlossenen Mindestlohn dürfen Briefträger im Westen nicht weniger als 9,80 Euro pro Stunde, im Osten neun Euro, verdienen.



Kooperation mit TNT auf der Kippe
Dem Bericht zufolge sind auch die Verhandlungen von Springer mit dem niederländischen Konkurrenten TNT ins Stocken geraten. Der geplante Pakt zwischen den Post-Herausforderern komme voraussichtlich nicht zu Stande. Die beiden Briefunternehmen wollten sich zusammenschließen, um den Marktführer besser angreifen zu können. Bei den bislang ergebnislosen vertraulichen Gesprächen sei es um Zukunftsmodelle von Kooperationen bis hin zu einer kompletten Fusion von Pin und TNT gegangen, berichtete «Focus».

Pin-Vorstand wandert offenbar ab
Die beiden wichtigsten Pin-Manager steigen zudem den Informationen zufolge aus: Vorstandschef Günter Thiel und sein Stellvertreter Karsten Böhrs werden das Unternehmen verlassen. Hintergrund sei offenbar, dass der Springer-Vorstand Anfang Oktober Geheimverhandlungen mit dem Rivalen TNT hinter dem Rücken der Pin-Führung begonnen hatte. Die beiden Pin-Manager hätten erst später davon erfahren. Daraufhin habe Thiel dem Springer-Chef Mathias Döpfner mitgeteilt, er wolle seinen im Sommer auslaufenden Kontrakt nicht verlängern. Stellvertreter Böhrs habe bereits seinen Aufhebungsvertrag unterschrieben.

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