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Kein gemeinsames Brief-Angebot von TNT und Hermes


Postbranche  

Kein gemeinsames Brief-Angebot von TNT und Hermes

03.12.2007, 15:15 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Briefträger der Pin Group (Foto: ddp)Briefträger der Pin Group (Foto: ddp) Letzte Woche hatten sich nach langem Streit Union und SPD auf die Einführung eines Postmindestlohns verständigt. Doch was Politiker als sozialpolitischen Meilenstein ansehen, betrachten viele Unternehmen der Branche als Jobkiller. Die Folgen: Post-Anbieter TNT und Hermes wollen kein Briefgeschäft mehr anbieten. Der Springer-Verlag prüft den Ausstieg aus dem Postdienstleister Pin Group.

Postbranche - Springer prüft Ausstieg aus Briefgeschäft
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TNT und Hermes stoppen Investitionen
Der Anbieter TNT-Post will bei Briefen für Privatkunden kein umfassendes und flächendeckendes Angebot mehr bereitstellen. Auch eine Kooperation bei Briefdienstleistungen für Privatkunden und Kleinunternehmen mit der Hermes Logistik Gruppe werde es vorerst nicht geben, teilte TNT Post mit. Die Entwicklung um den Mindestlohn habe beide Unternehmen veranlasst, den für Anfang 2008 geplanten Ausbau der 13.500 Hermes Paketfilialen zu Briefannahmestellen einzufrieren. "Das gesamte Projekt sowie weitere Investitionen diesbezüglich werden unverzüglich gestoppt", teilte das Unternehmen mit.

TNT: Postliberalisierung gescheitert
Ein Angebot an sogenannten Universaldienstleistungen - für den Verbraucher - wie sie der Marktführer Deutsche Post bereitstellt - werde damit von TNT Post nicht zur Verfügung stehen. "Die Liberalisierung des Postmarktes muss daher für Verbraucher, Freiberufler und Kleinunternehmen vorläufig als gescheitert betrachtet werden. Sie können nicht von einem alternativen Serviceangebot und günstigeren Preisen nach der Marktöffnung profitieren." Zahlreiche Postkonkurrenten beklagen inzwischen, dass der Mindestlohn nur die Vormachtstellung des Ex-Monopolisten Deutsche Post zementiere. Sie wenden sich vor allem gegen die Höhe des Lohns von 9,80 Euro pro Stunde im Westen und neun Euro im Osten. "Die Einführung wird bis zu 20.000 Arbeitsplätze kosten", sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste, Florian Gerster.

Springer prüft Ausstieg aus Postgeschäft
Auch der Axel-Springer-Verlag will sich offenbar aus dem Postgeschäft zurückziehen. Das Unternehmen prüft für ihren Postdienstleister Pin Group jetzt "alle Optionen". Das kann nach den Worten des Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner bis hin zu einer Schließung des Unternehmens führen.

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