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Atomenergie: Reaktor-Stillstand in Biblis kostet RWE eine Milliarde Euro


REAKTOR-STILLSTAND  

RWE: Biblis-Stillstand kostet eine Milliarde

06.12.2007, 09:12 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Atom-Reaktor Biblis B (Foto: ddp) Der monatelange Stillstand der beiden Reaktorblöcke in Biblis (Hessen) ist beim RWE-Konzern mit einem Gesamtaufwand von 1,1 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. Das bestätigte eine Konzernsprecherin der "Berliner Zeitung". Die Reaktorblöcke Biblis A und B mussten im September bzw. Oktober 2006 wegen offenkundiger Mängel bei Dübel-Befestigungen vom Netz genommen werden. Seither hat RWE in beiden Reaktorblöcke insgesamt 7500 Dübel austauschen lassen. Biblis B konnte am letzten Wochenende wieder in Betrieb genommen werden, mit dem Wiederanfahren von Biblis A wird in den den nächsten Tagen gerechnet.

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Kosten können wieder eingefahren werden
Der Konzern erwartet, dass die Reaktoren das Gros der aufgelaufenen Strombeschaffungskosten wieder einspielen können, da sich die Laufzeit der beiden Atommeiler um den Stillstandszeitraum verlängert, so dass die ausgefallene Stromproduktion hier nachgeholt werden kann. Damit ist auch die ursprünglich für Mitte 2008 vorgesehene endgültige Abschaltung des seit 1974 betriebenen Reaktorblocks Biblis A vom Tisch. Nach Informationen der Zeitung verfügt Biblis A noch über eine so große Reststrommenge, dass die Anlage nach dem derzeit geltenden Atomgesetz unter Volllastbedingen noch 21 Monate lang betrieben werden kann. Da der Reaktor für eine turnusmäßige Revision noch einmal für einen längeren Zeitraum heruntergefahren werden muss, stelle sich die Stilllegungsfrage jetzt erst nach der im Herbst 2009 anstehenden Bundestagswahl.



Brunsbüttel wird frühestens im Februar hoch gefahren
Ähnlich sei die Situation beim Vattenfall-Reaktor Brunsbüttel, der seit den Pannen vom Sommer dieses Jahres nicht mehr am Netz ist. Nach Auskunft des schleswig-holsteinischen Sozialministeriums ist dem Bericht zufolge mit einer Wiederinbetriebnahme dieses Reaktors frühestens im Februar 2008 zu rechnen. Auch für das AKW Brunsbüttel gelte, dass die während der Stillstandsphase ausgefallene Stromproduktion nachgeholt werden kann, so die Zeitung. Damit verschiebe sich die ursprünglich für den Sommer 2009 vorgesehene endgültige Abschaltung des Vattenfall-Meilers ebenfalls auf die zeit nach der Bundestagswahl.

Laufzeiten-Verlängerungen beantragt
Für beide Reaktoren hatten die Betreiber RWE und Vattenfall bei der Bundesregierung eine Verlängerung der Laufzeiten durch Strommengenübertragungen von anderen Reaktoren beantragt. Dabei waren sie indes auf energischen Widerstand von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) gestoßen.

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