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Kfz-Gewerbe droht der Verlust von 35.000 Stellen


Autobranche  

Kfz-Gewerbe droht der Verlust von 35.000 Stellen

10.12.2007, 10:29 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Kfz-Werkstatt (Foto: Archiv)Kfz-Werkstatt (Foto: Archiv) Die Betriebe im deutschen Kfz-Gewerbe bauen massiv Arbeitsplätze ab. Das berichtete "Bild" unter Berufung auf Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Demnach fallen bei Händlern und Werkstätten bis zum Jahresende rund 15.00 der 500.000 Arbeitsplätze weg. Im kommenden Jahr droht nach Einschätzung des Verbandes der Abbau weiterer 15.000 bis 20.000 Stellen.


Branche rechnet mit Pleitewelle
Hauptgründe für die Krise in der Branche seien der Umsatzeinbruch im deutschen Automarkt und die gestiegenen Benzinpreise. ZDK-Präsident Robert Rademacher sagte der Zeitung: "Zwei Drittel der bundesweit 20.000 Händler schreiben rote Zahlen." Wie "Bild" weiter berichtete, wird es auch zu Betriebsschließungen in erheblichem Umfang kommen. Das Gewerbe rechnet dem Bericht zufolge mit bis zu 1000 Insolvenzen.



Autoabsatz bricht ein
Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der deutsche Automarkt 2007 das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung eingefahren hat. Der Absatz fällt laut neuesten Berechnungen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) mit einem Wert zwischen 3,16 und 3,17 Millionen Fahrzeugen so schlecht aus wie noch nie seit 1990. Als Grund für das erste Minus seit vier Jahren gibt der VDA die Mehrwertsteuererhöhung vom 1. Januar sowie die Klimadebatte an. Für 2008 rechnet die Branche dank neuer Modelle und steigender Haushaltseinkommen jedoch mit einem besseren Abschneiden von mindestens 3,2 Millionen Neuzulassungen.

Aderlass bei Massenmarken
Insbesondere die Massenmarken Opel, Ford und Volkswagen mussten einen zweistelligen Aderlass hinnehmen. "Der Aufschwung ist beim klassischen Opel-Kunden nicht angekommen", erklärte Opel- Vertriebschef Thomas Owsianski kürzlich den Einbruch. Rekord-Spritpreise, hohe Inflationsrate und geringe Lohnsteigerungen hätten den Kunden weniger Geld in der Tasche gelassen als zuvor.

Hersteller fordern Reform der Kfz-Steuer
Der VDA verlangt deshalb eine schnelle Reform der Kfz-Steuer, deren Staffelung von Hubraum auf Kohlendioxid-Ausstoß umgestellt werden soll. «Wenn es zur Klarheit über die Kfz-Steuer und die EU-Vorgaben kommt, glaube ich schon, dass wir vielleicht sogar 3,3 Millionen Neuzulassungen erreichen können», sagte VDA-Präsident Wissman vergangene Woche bei der Vorstellung der Zahlen. Die EU- Kommission will den CO2-Ausstoß bis 2012 im Flottendurchschnitt auf 120 Gramm pro Kilometer begrenzen. Sparsame Autos sind bereits gefragt: Laut Wissmann verbrauchen die in diesem Jahr verkauften Neuwagen im Schnitt zwei Prozent weniger als 2006.

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