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Postdienste: Chef der PIN Groupl stellt Springer ein Ultimatum


Briefzusteller  

PIN-Chef Thiel stellt Springer ein Ultimatum

17.12.2007, 08:29 Uhr | dpa/ T-Online, t-online.de

PIN Postbote (Quelle: dpa)PIN Postbote (Quelle: dpa) Der Chef und Minderheitsgesellschafter des angeschlagenen Briefzustellers PIN, Günter Thiel, hat dem ausstiegswilligen Axel-Springer Verlag öffentlich ein Ultimatum gestellt. "Wir brauchen bei PIN bis Weihnachten einen Geldeingang", sagte Thiel der Süddeutschen Zeitung (Montagsausgabe), "und zwischen einer Einigung und einer Überweisung müssen ein paar Dinge organisiert werden".

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Schnelle Finanz-Lösung gefordert
Spätestens Dienstagmorgen werde man deshalb "weißen oder schwarzen Rauch aufsteigen sehen". Am Dienstag tagt der PIN-Verwaltungsrat. Thiel ist bis dahin bereit, Springers 63,7 Prozent-Anteil an PIN zu übernehmen und die Firma fortzuführen. Dafür sei auch die Beteiligung von Finanzinvestoren an PIN denkbar, sagte Thiel der Zeitung: "Ich kenne allerdings keinen Finanzinvestor, der Geld bereitstellt, wenn Gewinne nach einer Sanierung an einen früheren Mehrheitsaktionär abgeführt werden müssen."

Verhandlungen zwischen Springer und Thiel
In den Verhandlungen zwischen Springer und Thiel geht es vor allem um die Ausgestaltung eines sogenannten Besserungsscheins, der Springer Geld bringen würde, wenn PIN eines Tages saniert sein sollte. Thiel will keinen absoluten Betrag akzeptieren, sondern nur einen Prozentsatz künftiger Erträge, die dann an Springer abgeführt werden könnten.

Axel-Springer stellt Zahlungen ein
Nach der Zustimmung des Bundestags für den Postmindestlohn von 9 Euro im Osten und 9,80 Euro im Westen hatte das Medienhaus ("Bild", "Die Welt") am Freitag angekündigt, dass es keine weiteren Finanzmittel für PIN mehr bereitstellen werde. Mit dem Mindestlohn sei der Aufbau des Geschäfts "praktisch unmöglich". Thiel hatte darauf sein Angebot bekräftigt, zusammen mit dem Management den Anteil von Axel Springer zu übernehmen. Axel Springer sei bereit, so Thiel, "die Mehrheit an der PIN Group abzugeben, wenn Minderheitsgesellschafter und neue Investoren ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um eine wirtschaftliche Perspektive für die PIN Group in neuer Positionierung zu ermöglichen".

Management Buy-out geplant
Thiel erklärte, im Rahmen eines "Management Buy-out" (MB-O) wolle er mit dem PIN-Management einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Eine Summe für den Kauf der Springer- Anteile nannte er nicht. In den vergangenen zwei Jahren hatte Europas größtes Zeitungshaus nach eigenen Angaben 620 Millionen Euro in den Briefzusteller investiert. Allein im zweiten Halbjahr 2007 habe der Konzern mehr als 60 Millionen Euro der PIN Group zur Verfügung gestellt, um den Ausbau des Geschäfts zu unterstützen.

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