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Postdienste: Verhandlungen zwischen PIN Group und Springer gescheitert


BRIEFZUSTELLER  

PIN-Rettung vorerst gescheitert

18.12.2007, 12:05 Uhr | dpa/ T-Online, t-online.de

Mitarbeiter der PIN Group  (Foto: ddp)Mitarbeiter der PIN Group (Foto: ddp) Im Poker um den angeschlagenen Postdienstleister PIN Group gibt Unternehmenschef Günter Thiel seine Übernahmepläne auf. Thiel sei mit einem neuen Angebot gescheitert, neben der Investition von 60 Millionen Euro aus seinem Privatvermögen auch rund 200 Millionen Euro Schulden des Postdienstleisters zu übernehmen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Thiel kündigte darauf seinen Rücktritt von der Unternehmensführung an. Für die Anteile am Unternehmen hat Thiel dem Axel-Springer-Verlag einen symbolischen Euro geboten. Jetzt wird die Insolvenz des Unternehmens mit seinen rund 9000 Mitarbeitern immer wahrscheinlicher.

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Thiel: Springer mit unerfüllbaren Forderungen
Thiel hatte "Focus Online" gesagt, er habe dem PIN-Verwaltungsratsvorsitzenden und Chef der WAZ-Gruppe, Bodo Hombach, die Rücknahme des Übernahmeangebots und seinen Rücktritt vom Posten des PIN-Vorstandschef mitgeteilt. Thiel begründete demnach gegenüber Hombach seinen Ausstieg mit dem Verhalten des Springer-Verlages. Der Medienkonzern habe in den seit Freitag laufenden Verhandlungen unerfüllbare Forderungen gestellt. Nach Angaben des PIN-Chefs verlange Springer einen sogenannten Besserungsschein. Dieser würde Springer Geld bringen, wenn PIN eines Tages saniert sein sollte. Thiel sagte Focus, bei den Verhandlungen sei der Eindruck entstanden, Springer wolle die PIN-Anteile gar nicht an ihn veräußern.



Springer kündigte Zahlungsstopp an
Nachdem der Bundestag vergangene Woche einen Mindestlohn im Postbereich beschlossen hatte, kündigte Springer an, der PIN Group kein Geld mehr zuschießen zu wollen. Das Zusteller-Unternehmen hatte bereits Anfang Dezember die Entlassung von mindestens 1000 Mitarbeitern aufgrund des Post-Mindestlohns angekündigt. Im Unternehmen hatten sich jedoch bereits zuvor hohe Verlusten angehäuft. Der PIN-Verwaltungsrat berät jetzt über das weitere Vorgehen.

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