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Postdienste: Springer und Thiel verhandeln wieder über PIN-Übernahme


PIN Group  

Springer-Verlag zieht einen Schlussstrich

19.12.2007, 08:35 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Axel Springer Verlag (Foto: ddp) Erst der Rücktritt und Rückzieher von Günter Thiel, dann gestern Abend das überraschende neue Angebot und nun wohl das endgültige Aus für die PIN Group. Die neuen Verhandlungen über die künftige Finanzierung des Postdienstleisters sind gescheitert. Der Axel-Springer-Verlag als Hauptgesellschafter teilte mit, im Rahmen einer PIN-Verwaltungsratssitzung am Mittwoch sei deutlich geworden, "dass die Gesellschafter kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der PIN Group gefunden haben."

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Thiel scheitert erneut

Erst am Vorabend hatte Minderheitsaktionär und PIN-Chef Günter Thiel die Verhandlungen mit Springer wieder aufgenommen und noch einmal ein verbessertes Übernahmeangebot vorgelegt. Am Dienstagvormittag hatte Thiel zunächst sein Übernahmeangebot zurückgezogen und seinen Rücktritt als PIN-Vorstandschef angekündigt. Laut Medienberichten wollte Thiel Springer bis 2018 und damit länger als bisher angeboten an Gewinnen nach einer Sanierung und an Verkaufserlösen beteiligen. Springer sei Thiel offenbar zuvor bei der Höhe dieser Gewinnbeteiligung entgegengekommen. Laut Meldungen wollte Thiel dem Verlag außerdem das geforderte Rückkaufsrecht für den Fall einräumen, dass der Mindestlohn in der Branche bis Ende März doch noch auf maximal 7,50 Euro gesenkt wird.



Abschreibung von 620 Millionen Euro

Der Postzusteller zahlt nach eigenen Angaben im Durchschnitt etwa 7,40 Euro Stundenlohn. Nach dem Bundestagsbeschluss sollen vom Jahresbeginn an Untergrenzen von 8,00 bis 9,80 Euro gelten. Thiel verfügt über zehn Prozent der Anteile, weitere Eigner sind die Verlage Madsack, Georg von Holtzbrinck, WAZ sowie die als West Mail firmierenden Verlage DuMont Schauberg, Rheinische Post und Giradet. Springer hatte nach einem Beschluss des Bundestags zur Einführung eines Mindestlohns für Briefzusteller angekündigt, kein weiteres Geld für PIN bereitzustellen. Für Springer ergibt sich aus der Entscheidung voraussichtlich ein Abschreibungsbedarf von bis zu 620 Millionen Euro. Was mit den rund 9000 Mitarbeitern geschehen soll ist unklar.

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