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Briefzusteller: Sanierungsexperte Piepenburg soll PIN Group weiterführen


BRIEFZUSTELLER  

Sanierungsexperte soll PIN Group weiterführen

19.12.2007, 17:51 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

PIN Postbote (Quelle: dpa)PIN Postbote (Quelle: dpa) Der angeschlagene Postdienstleister PIN soll unter der Regie des erfahrenen Sanierungsexperten Horst Piepenburg weiter arbeiten. Zwar stellte der Verwaltungsrat am Mittwoch in einer Pressemitteilung fest, "dass die Verhandlungen über eine neue Gesellschafterstruktur der PIN Group AG gescheitert sind". Der "Sanierungsmanager Piepenburg", werde aber "alle Optionen einer Fortführung der Unternehmensgruppe prüfen". Derzeit liefen alle operativen Geschäfte der Gruppe weiter. PIN beschäftigt in Deutschland rund 9000 Menschen. Der bisherige PIN-Chef Günter Thiel hatte am Dienstag seinen Rücktritt bekannt gegeben.

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Neustrukturierung des Verwaltungsrats
Piepenburg wird Unternehmensangaben zufolge auch dem auf drei Personen verkleinerten Verwaltungsrat der PIN Group AG angehören und dessen Vorsitz übernehmen. Wegen des Firmensitzes unterliegt die PIN Group AG als Mutter luxemburgischem Recht. "Die bisher im Gremium vertretenen Verlage stellen ihre Sitze zur Verfügung", teilte PIN weiter mit. "Damit kann der ursprünglich 14-köpfige Verwaltungsrat künftig unabhängig von den unterschiedlichen Interessenlagen der Gesellschafter handeln."



Springer kündigte Zahlungsstopp an
Mehrheitsgesellschafter mit einem Anteil von 63,7 Prozent ist der Medienkonzern Axel Springer. Nach dem Bundestagsbeschluss zum Mindestlohn am vergangenen Freitag hatte Springer angekündigt, kein Geld mehr für PIN bereitzustellen. Springer teilte am Mittwoch mit, die Gesellschafter hätten „kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts der PIN Group gefunden“. Trotz der Bereitschaft, den eigenen Anteil an PIN für einen Euro abzugeben sowie zu einem „weiteren weitgehenden Forderungsverzicht“ habe aufgrund „inakzeptabler wirtschaftlicher Perspektiven“ keine Einigung zur Fortführung erzielt werden können, so Springer. Der Konzern muss daher Investitionen in Höhe von 620 Millionen Euro abschreiben.

Piepenburg als erfolgreicher Sanierer
Rechtsanwalt Piepenburg gehört zu einer der führenden deutschen Insolvenzkanzleien. Er hatte unter anderem als Vorstandsvorsitzender den Anlagenbauer Babcock Borsig in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung saniert.

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