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Währungsreform in Venezuela: Chavez streicht drei Nullen


Währungsreform  

Neue Währung - Chavez streicht drei Nullen

02.01.2008, 13:23 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Hugo Chavez ( Foto: dpa)Hugo Chavez ( Foto: dpa) Zoff mit Spaniens König, eine eigenmächtige Zeitumstellung – Venezuelas Staatschef Chavez erweist sich immer wieder als "enfant terrible" der internationalen Politik. Jetzt hat sich der illustre Politiker der eigenen Währung angenommen. Pünktlich zum neuen Jahr hat das Land eine Währungsreform gestartet und kurzerhand drei Nullen gestrichen. Damit will Chavez die hohe Inflation bekämpfen. Doch auf dem Schwarzmarkt hat die "neue" Währung bereits erheblich an Wert verloren.


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Lange Schlangen vor Bankautomaten
Aus dem bisherigen Bolivar wurde zum Jahreswechsel der neue Bolivar Fuerte, der starke Bolivar. Ein 50.000-Bolivar-Schein wird künftig durch einen 50-Bolivar-Schein ersetzt. An vielen Stellen des Landes bildeten sich lange Schlangen vor Bankautomaten. Dort wollten die Menschen noch Geld abheben, weil wegen der Währungsumstellung alle elektronischen Zahlungen für zwei Tage unterbrochen wurden. Die alte Währung bleibt aber noch mindestens für sechs Monate im Umlauf.  

Galoppierende Inflation in Venezuela
Mit der Währungsreform will Venezuela gegen die galoppierende Inflation im Land vorgehen. Allein  im letzten Jahr betrug die Preissteigerungsrate 18,6 Prozent. Neue Währungen sind durchaus ein probates Mittel zur Inflationsbekämpfung. Deutschland hat mit der Einführung der D-Mark im Jahr 1948 positive Erfahrungen gemacht. Ob dies aber in Venezuela gelingt, darf bezweifelt werden. Viele Menschen im Land fürchten, dass auch der starke Bolivar schnell an Wert verlieren wird. Auf dem Schwarzmarkt wird für einen Dollar bereits dreimal mehr gezahlt als der offizielle Wechselkurs, der bei 2,15 Bolivar für einen Dollar liegt.


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