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Bahn-Tarifstreit: Durchbruch im Tarifkonflikt


Bahn-Tarifstreit  

Durchbruch im Bahn-Tarifkonflikt

14.01.2008, 08:40 Uhr | dpa / T-Online , t-online.de

 ICE (Foto: dpa) ICE (Foto: dpa) Bahnfahrer können aufatmen. Der schwerste Tarifkonflikt in der Geschichte der Deutschen Bahn steht nach rund zehn Monaten vor dem Abschluss. Die Konzernspitze und die Lokführergewerkschaft GDL einigten sich nach Angaben der Gewerkschaft auf Eckpunkte eines neuen Tarifvertrags. Die Gefahr neuer Streiks sei damit gebannt, wie der GDL-Vorsitzende Manfred Schell in Frankfurt mitteilte. Beide Seiten wollen jetzt zügig weiterverhandeln, um den neuen Tarifvertrag bis Ende Januar zum Abschluss zu bringen.

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Lohnerhöhung und verkürzte Arbeitszeit
Den Eckpunkten zufolge soll es für die Lokführer rückwirkend zum 1. Juli 2007 eine Einmalzahlung von 800 Euro geben. Von März an sollen die Einkommen dann um acht Prozent erhöht werden, von September an um weitere drei Prozent. Dadurch ergibt sich eine Erhöhung von insgesamt elf Prozent. Die Laufzeit wurde bis Ende Januar 2009 vereinbart. Vom 1. Februar 2009 an soll sich die wöchentliche Arbeitszeit dann um eine Stunde auf 40 Stunden bei gleichem Entgelt verringern. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale sagte, eine Einigung noch in dieser Woche sei möglich.

Entscheidende Wendung am Samstag
Die entscheidende Wendung nahmen die Verhandlungen am Samstag, nachdem Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Schell und Bahnchef Hartmut Mehdorn erneut in sein Ministerium gebeten hatte. Noch am Donnerstagabend hatte Schell die Angebote der Bahn als unzureichend bezeichnet und ein Scheitern der Gespräche nicht mehr ausgeschlossen. Die "wesentliche Facette", die fehlte, war laut GDL die Einigung auf eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit.

Ergebnisse der Tarifeinigung (Grafik: dpa)Ergebnisse der Tarifeinigung (Grafik: dpa) Transnet und GDBA legen nach
Die beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA äußerten sich am Sonntag zur aktuellen Entwicklung im Tarifstreit und erwarten jetzt, dass der Sozialverbund und die Tarifverträge "konflikt- und widerspruchsfrei zueinander stehen". Ihre zuständige Tarifkommission werde am 22. Januar zusammenkommen, um eine Bewertung vorzunehmen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der sich am Samstag erneut in den Konflikt zwischen Bahn und GDL eingeschaltet hatte, sagte am Sonntag, er rechne mit Zustimmung von Tansnet und GDBA.

Bahn sieht "Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren überschritten"
Auch die Bahn ist zeigte sich zuversichtlich. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale sagte: "Die jetzt noch offenen Punkte können wir schnell lösen." Eine Einigung noch in der kommenden Woche halte sie für möglich. Schell unterstrich, es sei noch "eine Menge Arbeit" zu leisten. Die Verhandlungen sollten nun aber "zügig und erfolgreich" zu Ende gebracht werden. Suckale verwies mit Blick auf die vereinbarten Einkommenshebungen aber darauf, dass "die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren bereits überschritten" sei. Die Bahn sei jedoch vor allem erleichtert, dass eine Streikgefahr den Erklärungen der Gewerkschaft zufolge abgewendet sei.

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