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Touristik: TUI plant radikalen Konzernumbau


Umstrukturierung  

TUI plant radikalen Konzernumbau

14.01.2008, 09:54 Uhr | dpa-AFX / T-Online

Konzernzentrale TUI  in Hannover ( Foto: imago)Konzernzentrale TUI in Hannover ( Foto: imago) Der Reisekonzern TUI plant nach einem Zeitungsbericht einen radikalen Unternehmensumbau und eine Verlegung des Hauptsitzes nach Hamburg. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) will Vorstandschef Michael Frenzel die Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd als eigenständige Aktiengesellschaft auflösen und den TUI-Konzernsitz in Hannover 2008 komplett an den bisherigen Hapag-Lloyd-Sitz Hamburg verlegen. Bislang führt Frenzel über eine Holding in der niedersächsischen Landeshauptstadt das in London angesiedelte Tourismusgeschäft und das Schifffahrtsgeschäft mit Sitz in Hamburg.

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TUI-Umzug würde Hamburg stärken
Ein TUI-Sprecher wollte den Bericht bis jetzt nicht kommentieren. Ein Sprecher der Hamburger Wirtschaftsbehörde sagte jedoch der Deutschen Presse-Agentur dpa, sollte es sich bewahrheiten, dass der TUI-Hauptsitz nach Hamburg verlegt wird, würde dies begrüßt. Es sei eine Bestätigung der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik des Senats, wenn ein DAX-Konzern in die Hansestadt zieht. Außerdem sei es eine logische Konsequenz, dass Hamburg als Schifffahrtsstandort Nummer eins weltweit weiter gestärkt werde.



TUI-Konzern in Zahlen ( Grafik: dpa)TUI-Konzern in Zahlen ( Grafik: dpa) Noch keine Zustimmung durch Aufsichtsrat
Der Vorstand wolle "die gesellschaftsrechtliche Verschmelzung der Hapag-Lloyd AG auf die TUI AG in 2008 umsetzen", schreibt Frenzel unter der Überschrift "Strategische Leitlinien" in der Einladung zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 23. Januar. Zwar erwähne Frenzel darin den damit verbundenen Umzug des Unternehmens von Hannover nach Hamburg nicht. Das sei aber von der Konzernführung beschlossen, heißt es laut "FTD" aus dem Umfeld des Konzerns. Der Aufsichtsrat müsse jedoch noch zustimmen, schreibt das Blatt.

300 Beschäftigte vom Umzug betroffen
Frenzel will nach "FTD"-Informationen die Holding mit ihren derzeit rund 300 Beschäftigten in ihrer alten Form auflösen, deren Funktionen wie etwa die Konzernfinanzierung und strategische Planung mit den entsprechenden Pendants bei Hapag-Lloyd verschmelzen und so die rechtliche Eigenständigkeit des Schifffahrtsgeschäfts beenden. "Damit wird auch nach außen dokumentiert, dass wir unser Schifffahrtsgeschäft als nicht isoliert übernehmbares Kerngeschäft definieren. Oberstes Ziel muss sein, die Abtrennung der Schifffahrt aus dem Konzern zu verhindern", schreibt Frenzel laut der Zeitung in der Aufsichtsratsvorlage.

Abwehrmaßnahme gegen mögliche Zerschlagung
Schon mehrfach waren Kaufinteressenten wegen der Schifffahrtstochter an TUI herangetreten, nachdem Aktionäre auch auf Hauptversammlungen die Zerschlagung des Konzerns gefordert hatten. Seitdem halte Frenzel den Konzern für "chronisch übernahmegefährdet", heißt es aus dem TUI-Umfeld.

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