Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Citigroup schreibt 18 Milliarden Dollar ab


Finanzkrise  

Citigroup schreibt 18 Milliarden Dollar ab

15.01.2008, 14:37 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Logo der Citigroup (Foto: dpa)Logo der Citigroup (Foto: dpa) Mit Spannung wurden in den letzten Tagen die Zahlen der Citigroup erwartet. Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen setzt der größte US-Finanzkonzern den Spekulationen ein Ende und erschüttert die Märkte: Wegen der Kreditkrise muss zusätzlich die Rekordsumme von 18,1 Milliarden Dollar abgeschrieben und im vierten Quartal unter dem Strich ein Verlust von 9,83 Milliarden (6,6 Mrd. Euro) verbucht werden. Die Gesamterträge fielen von 23,8 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 7,22 Milliarden Dollar.

Finanzkrise - Alle Themen auf einen Blick
Gewinnwarnung - Aktien von Hypo Real Estate brechen ein
Finanzkrise - Bericht: Credit Suisse muss Milliarden abschreiben

14,5 Milliarden frisches Kapital
Die Quartals-Ausschüttung an die Aktionäre soll nun auf 0,32 Dollar je Aktie gesenkt werden. Zudem will der neue Konzern-Chef Vikram Pandit der Bank über weitere Großaktionäre eine erneute, dringend benötigte Kapitalspritze von 12,5 Milliarden Dollar verschaffen. Weitere zwei Milliarden Dollar sollen über eine am Markt platzierte Wandelanleihe hereinkommen. Das Institut plant außerdem, in seinem Umbauprozess weitere Aktivitäten abzustoßen, die nicht zum Kerngeschäft gehören.



Staatsfonds erneut Hauptgeldgeber
Fast sieben Milliarden Dollar des neuen Kapitals stammten von der Regierung des asiatischen Stadtstaats Singapur. Weitere Finanzspritzen kommen von der staatlichen kuwaitischen Investmentgesellschaft sowie vom saudiarabischen Prinzen und Citigroup-Großaktionär Walid bin Talal. Auch Ex-Citigroup-Chef Sanford Weill gehört zu den Investoren. "Unser finanzielles Ergebnis in diesem Quartal ist ganz klar inakzeptabel", sagte Pandit.

Auch Merril Lynch mit Kapitalspritze
Neben der Citigroup gab heute auch die krisengeschüttelte Bank Merrill Lynch bekannt, dass durch den Einstieg dreier weiterer Großaktionäre insgesamt 6,6 Milliarden Dollar frisches Kapital eingesammelt wird. Das Geld kommt von Banken und Finanzinvestoren aus Südkorea, Japan und Kuwait. Die neuen Investoren sind die Korean Investment Corporation, Kuwaits Staatsfonds sowie die japanischen Mizuho Corporate Bank, eine Tochter der japanischen Großbank Mizuho Financial Group. Der neue Merrill Lynch-Chef John Thain hatte erst Ende Dezember zwei Großaktionäre für rund 6,2 Milliarden Dollar (4,2 Mrd Euro) an Bord geholt. Merrill Lynch legt seine Bilanz am Donnerstag vor.

Mehr Themen:

Kartellamt -
Die Abfindungskönige - Was Manager kassieren
Ranking - Die wertvollsten deutschen Marken




Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal