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Nokia - Werksschließung: Erste Entlassungen bei Leiharbeitern


Nokia  

Medien: Erste Entlassungen bei Nokia

19.01.2008, 13:58 Uhr | dpa-AFX/ T-Online, t-online.de

Das Bochumer Nokia-Werk (Foto: dpa)Das Bochumer Nokia-Werk (Foto: dpa) Vor wenigen Tagen sorgte die Ankündigung von Nokia, sein Bochumer Werk Mitte des Jahres zu schließen, für einen Sturm der Entrüstung in der Öffentlichkeit. Geht es nach einem Bericht der „Westfälische Rundschau“, kam es bei Leiharbeitern zu den ersten Entlassungen. Immer mehr Politiker sprechen sich derweil für einen Boykott von Nokia-Produkten aus. Jüngster Fall: SPD-Chef Beck.
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Randstaft will Kündigungen nicht ausschließen
Mehrere Nokia-Angestellte der Branchengröße Randstad müssten gehen, berichtete die „Westfälische Rundschau“. Demnach waren rund 500 Randstad-Mitarbeiter für Nokia tätig. Eine Randstad-Sprecherin habe die Entlassungen zwar offiziell nicht bestätigt, allerdings könne sie „nicht ausschließen, dass es erste Kündigungen gegeben habe“. Dem Blatt zufolge waren bislang insgesamt mehr als tausend Leiharbeiter in dem Bochumer Werk tätig.

Adecco kündigt Entlassungen von Leiharbeitern an
Auch die Zeitarbeitsfirma Adecco sei eigenen Angaben zufolge mit rund 500 Angestellten bei Nokia vertreten. Eine Sprecherin sagte dem Blatt, in den nächsten Tagen würden die ersten davon gekündigt. Beide Firmen wollten ihre Mitarbeiter bevorzugt in andere Jobs vermitteln. Die Zahl der Betroffenen lasse das aber nicht für alle zu. Die beiden Zeitarbeitsfirmen wollten keine Angaben machen, wie viele ihrer Mitarbeiter insgesamt gekündigt werden sollten. Das lasse sich auch wegen der Vielzahl an betroffenen Regionalbüros nicht genau sagen. Randstad-Leiharbeiter berichteten, dass ihre Firma intern angekündigt habe, rund die Hälfte von ihnen entlassen zu müssen, schrieb die Zeitung weiter.

Beck: "Mir persönlich kommt kein Nokia-Handy mehr ins Haus“
Inzwischen sprechen sich immer mehr Politiker für einem Boykott von Nokia-Produkte aus, darunter auch Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) und SPD Fraktionschef Peter Struck. SPD-Chef Kurt Beck hat die Deutschen in der "Bild am Sonntag" indirekt zum Verzicht auf Nokia-Handys aufgefordert. „Es ist nicht meine Art, zum Warenboykott aufzurufen“, sagte Beck der Zeitung. „Aber für mich - und vielen Deutschen geht es sicher ähnlich - hat der Name Nokia seit dieser Woche keinen guten Klang mehr. Mir persönlich kommt kein Nokia-Handy mehr ins Haus.“ Beck fügte hinzu: „Ich will beim Telefonieren nicht ständig an dieses unglaubliche Ärgernis erinnert werden.“ „Wir alle können gemeinsam deutlich machen, dass wir uns nicht vorführen lassen. Deutschland hat 82 Millionen Verbraucher.“

Nur geringer Lohnkostenanteil bei Handy-Produktion
Beck verschärfte zugleich seine Kritik an der Entscheidung von Nokia, die Produktion von Bochum nach Rumänien zu verlagern: „Wir müssen den Verantwortlichen bei Nokia klarmachen, was sie tun. Der Lohnkostenanteil bei der Handyproduktion liegt unter fünf Prozent“, sagte Beck. „Wer da die Lohnhöhe als entscheidenden Grund für eine Standortverlagerung nennt, nachdem er 90 Millionen Euro Subventionen kassiert hat, verschweigt, dass es ihm nur um höhere Rendite geht.

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