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Hypothekenkrise: Landesbanken müssen Millionen abschreiben


Finanzkrise  

Verlust 2007 bei einer Milliarde Euro

20.01.2008, 17:34 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Logo der WestLB (Foto: ddp) Die Finanzkrise infolge fauler US-Hypotheken hat die Landesbanken arg gebeutelt. Viele Institute im Besitz der Länder mussten Verluste in Milliardenhöhe abschreiben. Die SachsenLB konnte sogar nur durch einen Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg gerettet werden. Und die Krise ist noch nicht vorbei: Die angeschlagenen WestLB braucht nach Presseberichten deutlich mehr frisches Kapital, als bisher vermutet und droht mit Stellenabbau.

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WestLB braucht Milliardenspritze
Die Eigentümer der WestLB müssen dem angeschlagenen Institut mit einer Kapitalspritze von voraussichtlich zwei Milliarden Euro aushelfen. Eine Milliarde Euro werde nach Ansicht des Vorstandes bei dem Institut im Jahr 2007 als Verlust anfallen, teilte die WestLB mit. Zusätzlich werde eine Wertminderung auf das aktuelle Portfolio in Höhe von annähernd einer Milliarde Euro berücksichtigt, von der die WestLB hofft, dass sie nicht dauerhaft ist.

Eigner verhandeln über Lösungen
Die Eigentümer - das Land Nordrhein-Westfalen, die Landschaftsverbände und die Sparkassenverbände - würden den Jahresverlust ausgleichen und zugleich die erwarteten Belastungen aus den Bewertungsmaßnahmen tragen, so die Bank weiter. Die konkrete Ausgestaltung sowie die zeitliche Umsetzung der Kapitalmaßnahmen würden kurzfristig entschieden.

Gespräche mit Helaba sollen fortgesetzt werden
"Die Kapitalstärkung versetzt die Bank in die Lage, die anhaltend negative Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten aufzufangen", hieß es. Über die Finanzmaßnahmen hinaus fordern die Eigentümer eine Einleitung der Restrukturierung sowie die Forcierung der Neuausrichtung der WestLB. "Sie befürworten zudem die Fortsetzung der Gespräche zwischen WestLB und Helaba, um einen aktiven Beitrag zur Konsolidierung im Landesbankensektor zu leisten", hieß es.

2000 Arbeitsplätze in Gefahr
Die WestLB will kurzfristig 2000 Arbeitsplätze streichen. Jeweils 1000 Jobs sollten bei der Landesbank im Inland und im Ausland abgebaut werden, berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf Eigentümerkreise. Neben der geplanten Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden bis zwei Milliarden Euro sei es aus Sicht der Eigentümer notwendig, dass auch die Bank einen erheblichen Beitrag zur Sanierung leiste.

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