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Börsencrash auch in Asien: Aktienmärkte weltweit in Talfahrt


Asien  

Talfahrt an den Börsen nimmt kein Ende

22.01.2008, 10:22 Uhr | dpa / AFP / bab

Händler an der Börse Shanghai (Foto: Reuters)Händler an der Börse Shanghai (Foto: Reuters) Der weltweite Kursrutsch an den Börsen setzt sich auch am Dienstag umgebremst fort und am zweiten Tag in Folge kennen die Kurse an den asiatischen Börsen nur eine Richtung: nach unten. Der Nikkei in Tokio schloss 753 Punkte niedriger bei 12.573 Punkten. Damit lag der der Index der 225 wichtigsten Werte erstmals seit 26 Monaten unter der 13.000-Punkte-Marke und erreichte seinen tiefsten Stand seit September 2005. Der Hang-Seng-Index in Hongkong gab um 8,6 Prozent nach und die auch Börse in Shanghai schloss mit einem Minus von 7,22 Prozent. Dort wurde der Handel der Aktie der Bank of China zwischenzeitlich ausgesetzt. Zuvor hatten Medien berichtet, das zweitgrößte chinesische Finanzinstitut sei ebenfalls von Verlusten durch die US-Immobilienkrise betroffen.

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Bombay und Seoul setzen Handel aus
Der indische Leitindex Sensex brach am Dienstag um mehr als zwölf Prozent ein und verzeichnete damit den größten Tagesverlust in der Geschichte der Börse in Bombay. Der Handel an der wichtigsten indischen Börse wurde kurz nach Beginn am Dienstagmorgen deshalb für eine Stunde ausgesetzt. Der indische Finanzminister P. Chidambaram rief die Anleger zur Ruhe auf. Auch in Seoul wurde der Handel zwischenzeitlich ausgesetzt, nachdem der Kospi 6,23 Prozent nachgegeben hatte. Nach Wiederaufnahme des Handels legte der Index wieder etwas zu und schloss den Dienstagshandel mit einem Minus von 4,43 Prozent Deutliche Verluste verbuchten auch die Börsen in Jakarta: Der Jakarta-Index brach um rund 10 Prozent ein. In Neuseeland und Australien setzte sich die Talfahrt ebenso fort. In Australien sackte der All Ordinaries Index um 5,7 Prozent ab. Das war der zwölfte Rückgang in Folge - die längste Verluststrecke seit 25 Jahren. Auch der neuseeländische NZX50-Index büßte im Vormittagsgeschäft fast vier Prozent ein, den Großteil in den ersten zehn Minuten des Handels.



Japan fordert bessere Zusammenarbeit
Als Folge der Krise und der Entwicklung an den Börsen sprach sich die japanische Ministerin für Wirtschaft und Fiskalpolitik, Hiroko Ota, am Dienstag für eine enge Kooperation der führenden Wirtschaftsnationen im Umgang mit den Börsenstürzen aus. Umgehende Maßnahmen seitens Japans allein schloss sie jedoch aus. Die Turbulenzen hätten ihre Ursache letztlich in der US-Immobilienkrise. Laut Händlern trug außerdem die Abschwächung des Dollars zum Yen auf unter 106 Yen zu den Aktienverkäufen bei. Japans Finanzminister Fukushiro Nukaga wies jedoch Spekulationen zurück, dass seine Regierung eingreifen könnte, um den Yen-Anstieg zu stoppen. Die japanische Zentralbank hat angesichts der Unsicherheit über die Lage der Weltwirtschaft unterdessen den Zinssatz von 0,5 Prozent unverändert belassen.

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Banger Blick nach Übersee
Aus Angst vor einer weltweiten Rezession waren am Montag die Aktienkurse erst an den asiatischen und danach an den europäischen Leitbörsen eingebrochen. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stürzte am Montag so stark ab wie seit den Anschlägen in New York am 11. September 2001 nicht mehr. Er schloss über sieben Prozent im Minus bei 6790 Punkten. Die schwersten Verluste mussten Finanztitel einstecken: Investoren fürchten, dass sich in zahlreichen Bilanzen weitere Risiken aus der US-Finanzkrise verbergen. Sie halten zudem das von US-Präsident George W. Bush angekündigte Konjunkturprogramm für nicht ausreichend. Die Börsen in den USA waren wegen des Martin-Luther-King-Feiertags geschlossen. Mit Spannung wird deshalb der Start des Handels am Dienstagmittag erwartet.

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