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Nokia dementiert Jobangebot für Bochumer in Rumänien


Nokia  

Nokia: Kein Jobangebot für Bochumer in Rumänien

25.01.2008, 10:35 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Nokia-Werk in Rumänien (Foto: Reuters)Nokia-Werk in Rumänien (Foto: Reuters) Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach der Konzern Beschäftigten des Bochumer Werks Stellen in Rumänien anbieten will. Das hat die "Rheinische Post" heute unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet.
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Nokia: Gerücht entbehrt jeder Grundlage
"Dieses Gerücht entbehrt jeder Grundlage", sagte Nokia Sprecherin Kristina Bohlmann am Freitag in Düsseldorf. Es wäre auch zynisch, so etwas anzubieten, meinte sie. "Was stimmt ist, dass wir ein globales Stellensystem haben. Da kann sich jeder bewerben." In der Regel würden sich Mitarbeiter dort für Stellen im eigenen Land bewerben. Als die Meldung heute die Arbeitnehmervertreter erreichte, reagierten diese zunächst mit Empörung auf den Bericht. Die Bochumer Nokia-Betriebsratschefin Gisela Achenbach hat den Plan als "Witz" bezeichnet.

 

Betriebsrat schöpft Hoffnung
Immerhin schöpft die Betriebsräten unabhängig von den Nokia Gerüchten wieder Hoffnung, den Standort Bochum doch noch erhalten zu können. Unter Bezug auf die am Donnerstag erfolgte öffentliche Entschuldigung des Nokia-Chefs Olli-Pekka Kallasvuo sagte Gisela Achenbach im ZDF, dies wecke bei ihr die „Hoffnung, dass vielleicht noch etwas anderes hinterherkommt“. Nokia könne den zunehmenden Image-Schaden auf Dauer nicht aushalten, sagte Achenbach. "Die knicken irgendwie ein, und sei es, dass sie uns nur noch eine halbe Produktion geben."

Kritik an Berechnung der Produktionskosten
Auftrieb gibt den Arbeitnehmervertretern zudem eine eigene Zusammenstellung der Produktionskosten. Die sind nach Darstellung des Betriebsrats geringer, als von der Chefetage des Konzerns behauptet. Nokia-Chef Kallasvuo verschweige, dass neben der Produktion mit 1400 Beschäftigten rund 900 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, im Servicecenter und dem Research-Center die Personalkosten in die Höhe treiben würden. Kallasvuo vergleiche Äpfel mit Birnen, sagte Achenbach. Würde er Produktion gegen Produktion antreten lassen, würde zwischen dem finnischen Stammwerk Salo und Bochum kein Unterschied bestehen.

Nokia präsentierte Rekord-Gewinn
Am Donnerstag hatte der weltgrößte Handyhersteller eine glänzende Bilanz präsentiert. Nach Angaben von Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo (54) wurde im vergangenen Jahr ein Rekordgewinn von 7,2 Milliarden Euro erzielt und der Marktanteil auf 40 Prozent ausgebaut. Nokia erneuerte das Aus für Bochum mit seinen 2300 Beschäftigten und verteidigte dies vor allem mit zu hohen Personalkosten. Die Nokia-Aktie zog nach Bekanntgabe der Bilanz in Helsinki um 12 Prozent auf 23,75 Euro an. Am Freitag startete die Nokia-Aktie mit weiteren Gewinnen.

Nokia-Chef rudert zurück
Kallasvuo entschuldigte sich für die Entscheidung zur geplanten Werksschließung. Er sagte: "Ich will mich dafür entschuldigen, dass wir dazu kommen mussten, eine so schmerzliche Entscheidung zu treffen. Sie basiert aber auf soliden Argumenten." Zudem kündigte er baldige Gespräche mit der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen an, um "innovative Lösungen für die Region Bochum zu finden". Nokia wolle zeigen, dass das Unternehmen ein "verantwortungsbewusster Teil der Gesellschaft" sei.

Glos lässt EU-Fördertöpfe überprüfen
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will unterdessen prüfen lassen, ob für die umstrittene Werksverlegung nach Rumänien EU-Gelder geflossen sind. "Die EU-Kommission hat ausdrücklich erklärt, dass Nokia für das Werk in Rumänien keine Förderung aus den EU- Strukturfonds erhalten hat. Unklar ist allerdings noch, inwiefern das Unternehmen indirekt von Vor-Beitritts-Hilfen für Rumänien profitiert hat", sagte Glos dem "Münchner Merkur". "Wir haben die zuständige EU-Kommissarin Hübner hierzu schriftlich um rasche Aufklärung gebeten", bestätigte der Minister der Zeitung.

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