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Porsche: Sportwagenhersteller bleibt weiter auf Rekordkurs


Sportwagenhersteller  

Porsche nimmt Aktiensplit vor

25.01.2008, 13:05 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (Foto: dpa)Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (Foto: dpa) Beim Sportwagenbauer Porsche hat die Hauptversammlung einem geplanten Aktiensplit wie erwartet zugestimmt. Die Anteilseigner stimmten dem Vorschlag des Vorstandes zu, die Aktien im Verhältnis 1:10 zu teilen. Zugleich wurde das Grundkapital aus den Gewinnrücklagen des Unternehmens um 129,5 Millionen Euro auf 175 Millionen Euro aufgestockt, damit auch künftig auf jede Aktie der gesetzlich erforderliche Mindestbetrag von einem Euro entfällt. Frisches Kapital fließt dem Unternehmen dadurch nicht zu. Einen konkreten Termin für die Umsetzung gibt es noch nicht

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Kleinanleger rechnen mit Kursauftrieb
Die Kapitalerhöhung sei in ihren Auswirkungen "rein formeller Natur", sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Mit dem Split will Porsche die Handhabung seiner Aktie vor allem für Privatanleger erleichtern. Bisher ist das Papier mit seinem Kurswert von zuletzt gut 1.223 Euro eine der teuersten an der deutschen Börse. Ende Oktober hatte die Aktie sogar bei mehr als 1.850 Euro notiert. Auch die Kleinaktionäre begrüßten auf der Hauptversammlung den Aktiensplit. "Es ist zwar irrational, aber wenn die Aktie optisch billiger wird, nimmt der Handel zu", sagte Peter Maser von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW). "Das wird den Kurs sicher beflügeln."



Allzeittief im Jahr 1992
Bereits im April 2001 hatte Porsche seine Aktien im Verhältnis 1:10 geteilt, um verstärkt private Anleger anzulocken. Damals hatte das Papier bei mehr als 3500 Euro notiert. Nach dem nun beschlossenen Split dürfte das Papier noch rund 125 Euro kosten - und damit günstiger sein als VW, dessen Stammaktie zuletzt bei 160 Euro notierte. So billig war die Porsche-Aktie seit ihrer Auflage 1984 noch nie zu haben. Ihr bisheriges Allzeittief erreichte die Aktie des damals schwer angeschlagenen Sportwagenbauers Ende 1992 bei umgerechnet rund 220 Euro.

Dickes Plus beim Absatz
Neben dem Kurs der Aktie standen bei der Hauptversammlung auch die die Zahlen für die ersten sechs Monate des im August angelaufenen Geschäftsjahres auf der Tagesordnung. Bis Ende Januar verkauften die Stuttgarter nach vorläufigen Angaben 46.600 Autos und damit knapp 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, Porsche-Chef Wiedeking erklärte. Reißenden Absatz fand der Geländewagen Cayenne, während sich die 911er und Boxster-Modelle schlechter verkauften. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Den Gewinn veröffentlicht Porsche erst im März, wenn die Zahlen von Volkswagen vorliegen, die Porsche als größter Aktionär in seiner Bilanz berücksichtigen muss.


Unmut über neues VW-Gesetz
Wiedeking zeigte sich für das erste Halbjahr jedoch ebenso zuversichtlich wie für das gesamte Geschäftsjahr: "Wenn am Ende nichts Unvorhergesehenes passiert, dürften wir wieder ein Ergebnis erzielen, bei dem wir die Freudentränen nur schwerlich unterdrücken können." Deutlichen Unmut allerdings äußerte Wiedeking über die Pläne für ein neues VW-Gesetz. "Wir können im Vorgehen der Bundesjustizministerin keinen Sinn erkennen", sagte er. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte wesentliche Teile des Gesetzes zum Schutz von VW vor fremdem Zugriff gekippt.



Zypries plant neue Hürden
Ministerin Brigitte Zypries (SPD) legte vor gut einer Woche nun einen Neuentwurf vor, der den Einfluss von Großaktionär Porsche auch künftig beschränken würde. Bei wichtigen Entscheidungen verlangt das Gesetz eine 80-prozentige Mehrheit. Da das Land Niedersachsen 20,1 Prozent der Anteile besitzt, wäre sein Vetorecht gesichert. Porsche hält derzeit 31 Prozent an Volkswagen und will seinen Anteil aufstocken. "Die Bundesregierung wird sich fragen lassen müssen, was Volkswagen unter allen Unternehmen in Deutschland so besonders macht, dass der Staat seine schützende Hand von diesem Unternehmen nicht lassen kann", sagte Wiedeking.

Kritik auch für CO2-Pläne
Kritik gab es von Wiedeking auch die Vorschläge der EU-Kommission zur Reduzierung des CO2-Austoßes bei Autos. Der Porsche-Chef bezeichnete die Pläne als "ungeheuerlich" und einseitig, denn sie schonten die südeuropäischen Automobilhersteller weitgehend und belasteten fast ausschließlich die deutschen Autobauer. Den deutschen Premium-Herstellern würde bei der Verwirklichung kaum noch Luft zum Atmen gelassen, sagte der Vorstandschef des Sportwagenbauers. Die EU- Kommission hat vorgeschlagen, dass der CO2-Ausstoß bei europäischen Fahrzeugen ab 2012 nur noch 120 Gramm pro Kilometer betragen darf; die deutschen Hersteller liegen in der Regel darüber.

Zweifel daran, dass der Mensch das Klima beeinflusse
"Allein das Herumzuckeln mit putzigen Kleinwagen aus Italien und Frankreich soll uns vor dem drohenden Untergang retten. Herr Barroso, ich bitte Sie, das ist doch nicht Ihr Ernst", sagte Wiedeking an die Adresse des EU-Kommissionspräsidenten gerichtet. Er sagte auch, dass er nicht wirklich glauben könne, dass es der Mensch sei, der das Weltklima entscheidend beeinflusse. Wiedeking rechnete den Aktionären vor, dass eine 20-prozentige CO2-Reduzierung bei den 50 verbrauchsstärksten Modellen lediglich eine Umweltentlastung von 0,4 Prozent ausmache. Eine solche Reduktion bei den 50 meistverkauften Automobilen, also auch kleineren Fahrzeugen, würden beachtliche 14 Prozent bedeuten.

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