Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse & Märkte > Aktien >

Teramento Corporation: Obskure Firma "übernimmt" Japans Großkonzerne


Falschmeldung  

Obskure Firma „übernimmt" Japans Großkonzerne

28.01.2008, 14:44 Uhr | dpa-AFX

Finanzdistrikt in Tokio (Foto: Archiv)Finanzdistrikt in Tokio (Foto: Archiv) Aufregung in der japanischen Finanzwelt. Eine Firma mit nur sieben Euro Kapital hatte ausgerechnet auf der offiziellen Seite der Finanzaufsichtsbehörde eine spektakuläre Falschmeldung platziert. Gleich an sechs der bekanntesten japanischen Großkonzernen, darunter Toyota und Sony, wollte die Teramento Corporation die Mehrheit übernommen haben. Die Konzerne dementierten umgehend.

Finanzkrise - Alle Themen auf einen Blick
Video - Börsenhändler verzockt fünf Milliarden Euro
Börse - Krise holt Hypo Real Estate ein

"Übernahme" für 129 Milliarden Euro
Bereits am Freitag erschein die Meldung über den „Deal“ nach Börsenschluss. Darin erklärte Teramento kurzerhand, es besitze nun 51 Prozent an Toyota, Sony, NTT, Mitsubishi und Fuji im Wert von umgerechnet 129 Milliarden Euro. Dass eine derart offenkundige Falschmeldung im offiziellen Webauftritt der Finanzbehörde erscheinen konnte, verwundert auf den ersten Blick.

Teramento drohen 6400 Euro Strafe
Doch das ist in Japan, wie der Fall nun belegt, ohne weiteres möglich. Dafür genügt die Anmeldung bei der Finanzaufsichtsbehörde. Auf der erst im April gestarteten Webseite sollen Investoren Beteiligungskäufe veröffentlichen, die fünf Prozent des Kapitals eines börsennotierten Unternehmens überschreiten. „Wir haben nicht gedacht, dass irgend jemand oder irgend eine Firma dabei auch etwas Böses im Sinn haben könnte“, kommentierte ein Vertreter der Behörde den Fall. Zugleich forderte sie Teramento unter Androhung einer Strafe von umgerechnet 6400 Euro dazu auf, die Anzeige unverzüglich zu entfernen. 

Unklare Motive 
Die Beweggründe der Firma Teramento blieben letztendlich im Dunkeln. „Ich leite ein Unternehmen, aber ich lebe davon, dass ich Gelegenheitsjobs annehme“, sagte der Geschäftsführer der Firma dem Blatt „Yomiuri Shimbun“. Er habe nicht gewusst, dass seine auf der Seite der Finanzaufsicht gemachte Erklärung auch veröffentlicht werde.

Mehr zum Thema:
Ratgeber - Welche Anlagen in turbulenten Börsenzeiten sicher sind


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal