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WestLB streicht laut "Focus" 1700 Jobs


"Focus": WestLB streicht 1700 Jobs

01.02.2008, 11:59 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Logo der WestLB (Foto: ddp) Die Finanzkrise infolge fauler US-Hypotheken hat deutschen Landesbanken, wie die WestLB, hart getroffen. Erst in der letzten Woche verständigten sich deren Eigentümer auf ein neues Rettungspaket. Doch die Verhandlungen dazu sind ins Stocken geraten. Für die Mitarbeiter hat die Krise schon jetzt schwerwiegende Konsequenzen. Der Bank droht laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ ein Stellenabbau von 1700 Jobs.

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Rund 30 Prozent der Stellen stehen zur Debatte
Das will der Aufsichtsrat laut „Focus“ bei seiner Sitzung am kommenden Donnerstag beschließen. Der Stellenabbau ist Teil des Sanierungsplans von Vorstandschef Alexander Stuhlmann. Insgesamt sollen bei der Bank rund 30 Prozent des Personals im laufenden Jahr abgebaut werden. Die Eigentümer der Düsseldorfer Bank dringen auf eine zügige Sanierung, um die Fusionsgespräche mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) zu beschleunigen. Dazu zählen die westfälisch-lippischen Sparkassen, die Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland und das Land Nordrhein-Westfalen.

Kein Kommentar der WestLB
Ein Sprecher der Düsseldorfer Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Die WestLB habe bereits mehrfach betont, dass sie an „Maßnahmeplänen“ zur Neuausrichtung und Kostensenkung arbeite. „Diese Pläne stellt der Vorstand zunächst dem Aufsichtsrat und allen relevanten Gremien vor, anschließend werden die verabschiedeten Konzepte den Mitarbeitern und dann der Öffentlichkeit erläutert“, schilderte der Sprecher das Vorgehen.

Neues Geschäftsmodell für WestLB
In Eigentümerkreisen der WestLB war zum genauen Inhalt der anstehenden Aufsichtsratssitzung nichts zu erfahren. In den vergangenen Tagen hieß es, die Eigentümer seien weiterhin im Gespräch über Risikoabschirmung, Geschäftsmodell und Restrukturierung. Die WestLB soll unabhängig von einer möglichen Fusion mit der Helaba neu aufgestellt werden und dabei ein neues Geschäftsmodell erhalten. Arbeitnehmervertreter dringen dem Vernehmen nach darauf, dass zunächst das neue Geschäftsmodell steht. Erst dann könne man über die Personalausstattung reden.

Sanierung auf der Kippe
Doch noch ist überhaupt nicht klar, ob sich die Eigentümer auf ein Rettungspaket einigen können. Derzeit stocken die Verhandlungen. Der Grund: Die Sparkassen-Verbände können keine weiteren Gelder für die WestLB aufbringen und das Land NRW weigert sich, die anteilig auf die Sparkassen entfallenden Belastungen zu übernehmen. Überdies drohen die Rating-Agenturen mit einer massiven Herabstufung der Bonität der WestLB, sollten die Anteilseigner keine weiteren Risiken absichern.

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