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Yahoo-Chef will Übernahme durch Microsoft verhindern


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Yahoo-Chef will Microsoft-Übernahme verhindern

07.02.2008, 11:24 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Ein Microsoft-Schriftzug thront über dem Logo von Yahoo (Foto: dpa)Ein Microsoft-Schriftzug thront über dem Logo von Yahoo (Foto: dpa) Das Internetportal Yahoo will eine Übernahme durch den Softwarekonzern Microsoft unbedingt verhindern. Die Führung des Unternehmens suche nach Wegen, sich gegen das Übernahmeangebot durch den Konzern aus Redmond zu wehren, schrieb Yahoo-Chef Jerry Yang in einer E-Mail an seine Mitarbeiter. Dafür prüfe der Verwaltungsrat weiterhin strategische Alternativen zum Microsoft-Angebot.

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Microsoft sieht seine Chancen wachsen
"In den vergangenen Tagen ist klar geworden, wie wichtig dieses Unternehmen den Menschen ist", schrieb Yang. Microsoft hatte vor knapp einer Woche insgesamt fast 45 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro) für Yahoo geboten und sieht seine Chancen angesichts ausbleibender Gegengebote wachsen. Spekuliert wurde über eine Offerte von Medienmogul Rupert Murdoch, der einem Einstieg in den Übernahmekampf jedoch eine klare Absage erteilte. Er werde definitiv kein Angebot abgeben, sagte Murdoch im Rahmen einer Analystenkonferenz. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei er einfach nicht interessiert.



Kein weißer Ritter in Sicht
Die Aussichten auf einen "weißen Ritter" scheinen insgesamt zu schwinden: Mögliche konkurrierende Bieter wie der Telekomkonzern AT&T, der Kabelnetzbetreiber Comcast und Medienriese Time Warner hätten noch kein konkretes Interesse gezeigt, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf informierte Personen. Analysten betrachten die Übernahme deshalb mittlerweile als wahrscheinlich und auch als finanziell attraktiv für Yahoo-Aktionäre. Einige Experten erwarten noch Gegenangebote, die aber mit der prall gefüllten Kriegskasse von Microsoft konkurrieren müssten. Denkbar seien besonders Offerten privater Finanzinvestoren, meint Analyst Brian Pitz von der Bank of America. Analyst Marc Sugarman von der Citigroup erwartet, dass Yahoo die Microsoft-Offerte zunächst ablehne und dann ein nachgebessertes Angebot akzeptiere.


Verbessertes Angebot denkbar
Die Yahoo-Aktie notierte zuletzt weiter deutlich unter dem von Microsoft bislang gebotenen Preis von 31 Dollar. Beide Analysten setzten ihr neues Kursziel für die Yahoo-Aktie auf diese Höhe. Der Markt scheint davon noch nicht ganz überzeugt, sagten Händler. Microsoft würde laut Berichten das Angebot erhöhen, wenn so eine friedliche Einigung mit dem Yahoo-Management zu erreichen wäre. Dem Marktforscher IDC zufolge benötigten Microsoft und Yahoo! ohne einen Zusammenschluss mindestens fünf Jahre, um zu Google aufzuschließen - wenn es ihnen überhaupt gelänge.

Liebäugeln mit Google
Microsoft strebt mit der Übernahme eine stärkere Position im Internet gegen den weite Felder dominierenden Internetgiganten Google an. Im Blickfeld hat der Konzern, der selbst den Markt für Heimcomputer mit seinem Betriebssystem Windows und seinem Bürosoftwarepaket Microsoft Office beherrscht, dabei vor allem den Bereich der Internetwerbung. Mit einer Übernahme von Yahoo könnte Microsoft auf diesem Gebiet zwar aufholen, aber noch lange nicht zu Google aufschließen. Aus Yahoo-Unternehmenskreisen verlautete, das Internetportal - das selbst stark unter der Konkurrenz von Google leidet - überlege nun, seine Onlinewerbungssparte an Google auszulagern.

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