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Microsoft: Yahoo lehnt Übernahmeangebot ab


Software-Branche  

Yahoo lehnt Milliarden-Angebot von Microsoft ab

11.02.2008, 16:31 Uhr | dpa/ AFP/ T-Online, t-online.de

Ein Microsoft-Schriftzug thront über dem Logo von Yahoo (Foto: dpa)Ein Microsoft-Schriftzug thront über dem Logo von Yahoo (Foto: dpa) Der Internet-Konzern Yahoo hat das milliardenschwere Übernahmeangebot des Software-Riesen Microsoft abgelehnt. Mit der Offerte sei das Unternehmen deutlich zu niedrig bewertet, teilte Yahoo am Montag im kalifornischen Sunnyvale mit. #

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Erhöht Microsoft sein Angebot?
Die Absage von Yahoo werten viele Analysten als Versuch, den Preis zumindest in die Höhe zu treiben, sollte sich eine Übernahme am Ende nicht vermeiden lassen. Microsoft hatte Anfang des Monats 31 Dollar je Yahoo-Aktie geboten und Yahoo so ursprünglich mit 45 Milliarden Dollar (30 Mrd. Euro) bewertet. Analysten halten ein höheres Angebot von Microsoft angesichts der prall gefüllten Kassen des Konzerns für denkbar. Mit dem Kauf will Microsoft die Übermacht des Rivalen Google bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen.

Auch Kooperation denkbar
Der Yahoo-Verwaltungsrat werde weiter alle strategischen Optionen prüfen, teilte das Unternehmen mit. Zur Abwehr der Übernahme erwägt der Internet-Konzern Berichten zufolge eine Kooperation mit Google oder auch mit dem Internet-Angebot AOL des US-Medienriesen Time Warner. Auch eine Zusammenarbeit mit dem US-Unterhaltungskonzern Walt Disney sei denkbar. Eine Gegenofferte zu Microsoft liegt bislang nicht auf dem Tisch.



Microsoft-Angebot nicht im besten Interesse des Unternehmens
Der Verwaltungsrat habe mit externen Beratern das von Microsoft nicht abgestimmte Angebot eingehend geprüft. Das Gremium sei einstimmig der Meinung, dass die Offerte nicht im besten Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre sei. Der Vorschlag bewerte unter anderem Marke, Nutzerzahlen und Wachstumspotenzial nicht ausreichend. Die Mitglieder des Verwaltungsrates wollen laut Berichten nach zuletzt telefonischen Beratungen in dieser Woche auch persönlich zusammentreffen.

Yahoo-Aktie gewinnt
Laut US-Medienberichten will Yahoo keinen Preis unter 40 Dollar akzeptieren. Die "Times" zitierte eine unternehmensnahe Quelle mit den Worten: Microsoft "will das Unternehmen nur billig abschießen. Sie versuchen es zu stehlen." Bei einem Preis von 40 USD pro Aktie würde der problembeladene Internet-Konzern mit mehr als 50 Milliarden Dollar bewertet. Die Yahoo-Aktie legt am Montag deutlich zu, Microsoft-Papiere geben nach.
Microsoft wolle Yahoo möglichst einvernehmlich mit der Führung kaufen, hieß es bei Analysten. Andernfalls drohe die Abwanderung vieler wichtiger Mitarbeiter. Yahoo steht nach einem erneuten Gewinneinbruch derzeit vor dem Abbau von 1000 seiner weltweit 14.300 Stellen. Auch Aktivitäten in Europa sind auf dem Prüfstand.

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