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Liechtenstein: Steuerparadies und Zwergstaat


Hintergrund  

Liechtenstein: Zwergstaat und Steuerparadies

14.02.2008, 16:03 Uhr | dpa / AFP / T-Online, t-online.de

Das Fürstentum Liechtenstein ist einer der kleinsten und reichsten Staaten der Erde. Steuervergünstigungen und Bankgeheimnis haben zahlreiche ausländische Investoren und Anleger in den nur 160 Quadratkilometer großen Zwergstaat gebracht. Das Pro- Kopf-Einkommen ist eines der höchsten weltweit. Die Arbeitslosenquote liegt bei etwa drei Prozent. An der Spitze der konstitutionellen Erbmonarchie steht Fürst Hans Adam II., der die Staatsgeschäfte allerdings Erbprinz Alois übertragen hat. Außenpolitisch wird das Land zumeist von der Schweiz vertreten, Währung ist der Schweizer Franken.

Vorwurf des "Briefkastenstaates"
In dem zwischen Österreich und der Schweiz eingebetteten Steuerparadies leben rund 35 000 Menschen. Die Zahl der Briefkastenfirmen, die dort lediglich eine Postadresse haben, soll höher sein. Den Vorwurf, ein Hort der Geldwäsche zu sein, weist das Land regelmäßig zurück. Allerdings bezeichnete die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) noch im vergangenen Sommer Liechtenstein, Andorra und Monaco als unkooperativ. Die drei Fürstentümer weigern sich in vielen Fällen auch beim Verdacht von Steuerhinterziehung und Betrug, das Bankgeheimnis aufzuheben.

Steuerbelastung ist deutlich geringer
Die Steuerbelastung in Liechtenstein ist deutlich geringer als in anderen Staaten. So beträgt die Erwerbssteuer für natürliche Personen zwischen 3 und 17, die Vermögenssteuer zwischen einem und 8 Prozent. Für Unternehmen gilt ein Kapitalsteuersatz von 2 Prozent, der Ertragssteuersatz reicht von 7 bis 20 Prozent. Sitzunternehmen und Holdinggesellschaften zahlen 1 Prozent Kapitalsteuer oder mindestens 1000 Schweizer Franken. Als Steuerparadies werden in der Regel Staaten mit unzureichenden Regelungen für Finanzgeschäfte bezeichnet. Länder, die Einkommen nur geringfügig besteuern, werden oft von Nichtansässigen zur Steuerflucht benutzt.

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