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Merck: Pharmakonzern verdreifacht Nachsteuer-Ergebnis nach Neuaufstellung


Pharmakonzern  

Merck verdreifacht Nachsteuer-Ergebnis nach Neuaufstellung

18.02.2008, 15:04 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Schriftzug an Merck-Gebäude (Foto: dpa)Schriftzug an Merck-Gebäude (Foto: dpa) Nach dem strategischen Umbau im vergangenen Jahr hat der Darmstädter Pharma- und Spezialchemie-Konzern Merck ein Rekordergebnis erzielt. Den Aktionären will Merck für 2007 eine höhere Dividende zahlen. Das Nachsteuerergebnis sprang auch wegen Sondererlösen durch den Verkauf der Generika-Sparte von 983,1 Millionen Euro in 2006 auf 3,5 Milliarden Euro, wie die im DAX notierte Merck KGaA am Montag in Darmstadt mitteilte. Operativ legte das Ergebnis um 22,2 Prozent auf 976 Millionen Euro zu. Die Gesamterlöse stiegen vor allem dank der Akquisition des Schweizer Biotech-Konzerns Serono um 58,2 Prozent auf 7,06 Milliarden Euro. Die Merck-Aktie notierte in freundlichem Umfeld jedoch schwächer.

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Optimistischer Ausblick
Konzern-Chef Karl-Ludwig Kley prognostizierte, dass 2008 trotz der "unsicheren wirtschaftlichen Zeiten" ein weiteres Geschäftsjahr mit solidem Wachstum für Merck werde. Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe sollen demnach im Bereich von 5 Prozent bis 9 Prozent steigen. Die Umsatzrendite werde abzüglich der Abschreibungen und der Integrationskosten bei Merck Serono zwischen 23 Prozent und 27 Prozent liegen.

 

Höhere Dividende plus Bonus
"Merck hat im Geschäftsjahr 2007 Bedeutendes erreicht: Die erfolgreiche Integration von Serono, der Verkauf von Generics (Nachahmer-Produkte) sowie die Kapitalerhöhung führten zu einem sehr niedrigen Stand der Nettoverschuldung zum Jahresende", sagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung. "Wir erzielten die stärksten Ergebniszahlen der langen Unternehmensgeschichte von Merck und können deshalb eine erhöhte Dividende von 1,20 Euro pro Aktie sowie einen einmaligen Bonus von 2,00 Euro pro Aktie vorschlagen." Im Vorjahr hatte Merck eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie sowie einen Bonus von 0,15 Euro ausgeschüttet.

Schulden aus Kapitalerhöhung zurückgezahlt
Merck hatte den Verkauf seiner Generika-Sparte für 4,9 Milliarden Euro an das US-Unternehmen Mylan mit einem Nettogewinn von 3,47 Milliarden Euro im vierten Quartal verbucht. Das Unternehmen nutzte den Verkaufserlös sowie Erträge aus einer Kapitalerhöhung um 2,1 Milliarden Euro für die Rückzahlung von Krediten. Die Verschuldung aus dem Serono-Kauf sei praktisch in einem Jahr zurückgezahlt worden. "Wir haben Serono vor einem Jahr für 10 Milliarden Euro gekauft, heute redet kein Mensch mehr von Verschuldung", sagte Kley.



Währungseffekte reduzieren Gewinne der Flüssigkristall-Sparte
Wachstumstreiber war 2007 erneut das Krebsmittel Erbitux. Die Umsatzerlöse mit dem Mittel stiegen um 40 Prozent auf 470 Millionen Euro. Die Erlöse mit Mercks umsatzstärkstem Produkt Rebif wuchsen um 5,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.
In der lukrativen Sparte der Flüssigkristalle blicke Merck auf ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr zurück, sagte Kley. Allerdings sei das organische Umsatzwachstum von 14 Prozent unter anderem durch negative Währungseffekte auf 2,3 Prozent (916 Millionen Euro) reduziert worden. Das operative Ergebnis stagnierte bei 487 Millionen Euro. "Wir sind die Nummer 1 im Geschäft und werden es auch bleiben", sagte Kley und kündigte Investitionen unter anderem in Korea an. Die Umsatzrendite der Sparte sieht Merck 2008 bei 47 bis 52 Prozent und damit unter der für 2007 erzielten Rendite von 53 Prozent. Flüssigkristalle werden unter anderem in Flachbild-Fernsehern, Computermonitoren, Mobiltelefonen und Digitalkameras eingesetzt.

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