Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Nokia in Rumänien: Gewerkschaften werfen Nokia "Sklaverei" vor


Nokia  

Harsche Kritik an Nokia in Rumänien

20.02.2008, 12:30 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Nokia-Werk in Rumänien (Foto: Reuters)Nokia-Werk in Rumänien (Foto: Reuters) Der Beschluss zur Schließung seines Werks in Bochum hat dem finnischen Handy-Hersteller Nokia in den letzten Wochen viel Ärger eingebracht. Heute beginnen die Verhandlungen über die Zukunft der Mitarbeiter. Trotz Millionen-Gewinnen und Protesten will Nokia die Handy-Produktion ins rumänische Werk Jucu verlagern. Doch jetzt geraten die Finnen auch in Rumänien in die Schusslinie. Angeblich will Nokia die Mitarbeiter über Änderung des rumänischen Arbeitsgesetzes statt 48 Stunden in der Woche 60 bis 70 Stunden arbeiten lassen. Der Handy-Konzern weist die Anschuldigungen zurück.

Betriebsergebnis 2007 - 90.000 Euro Gewinn pro Mitarbeiter
Umfrage - Nokia-Image dramatisch gesunken

Gewerkschaften werfen Nokia "Sklaverei" vor
Der rumänische Gewerkschaftsbund Cartel Alfa spricht von einer „neuen Form der Sklaverei“. Die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax zitierte den Gewerkschaftsvorsitzenden Bodan Hassu mit den Worten, es sei „anomal“, dass Nokia versuche, die Beschäftigten in dem Werk über eine Änderung des rumänischen Arbeitsgesetzes statt 48 Stunden in der Woche 60 bis 70 Stunden arbeiten zu lassen. So etwas sei „Ausbeutung“, heißt es bei Cartel Alfa. Anstatt mehr Beschäftigte einzustellen, wolle Nokia auf diese Weise seinen Profit steigern.

Nokia dementiert Vorwürfe 
Der finnische Handykonzern hat die Vorwürfe umgehend zurückgewiesen. In dem Werk in Jucu würden „die höchsten Standards der Arbeitsgesetzgebung“ eingehalten, erklärte Nokia am Mittwoch. In Jucu war erst in der vergangenen Woche das erste Nokia-Handy vom Band gelaufen. Derzeit zählt das rumänische Werk 350 Angestellte, bis Ende 2009 sollen es 3500 werden.

Verhandlungsauftakt in Bochum 
Unterdessen haben in Bochum die Verhandlungen um die Zukunft der 2300 Mitarbeiter im Werk Bochum begonnen. Betriebsrat und IG Metall fordern vom Unternehmen eine Abfindung für alle Beschäftigten und Hilfe bei der Suche nach neuen Investoren. „Wir wollen Geld und einen neuen Arbeitsplatz“, sagte die Betriebsratsvorsitzende Gisela Achenbach. Die Firmenspitze ist durch den Chef von Nokia-Deutschland, Klaus Goll, vertreten. Mit einem schnellen Ergebnis wird aber nicht gerechnet.

Mehr zum Thema:
Ranking - Die wertvollsten deutschen Marken
BMW, MAN & Co - Großes Firmen-Namen-Quiz
Die Abfindungskönige - Was Manager kassieren 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal