Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Ver.di setzt Warnstreiks fort


Tarifrunde im Öffentlichen Dienst  

Ver.di setzt Warnstreiks fort

21.02.2008, 20:03 Uhr | dpa / AFP / T-Online

Warnstreiks im öffentlichen Dienst (Foto: Reuters)Warnstreiks im öffentlichen Dienst (Foto: Reuters) Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben die Gewerkschaften heute ihre Warnstreiks fortgesetzt. Vor allem in den Ballungsräumen kommt es zu massiven Behinderungen im Nahverkehr.

Gehalts-Check -  
Mindestlohn-Debatte - IG Metall fürchtet Mindestlohn

Streiks in Frankfurt 
Die Bus- und Bahnfahrer im öffentlichen Personennahverkehr haben in Kassel, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden am Freitagmorgen mit Warnstreiks begonnen. Nach Angaben von ver.di-Tarifkoordinator Christian Rothländer streiken im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes auch die Mitarbeiter der Stadtreinigung und der kommunalen Dienststellen in Kassel. Es sei geplant, dass in Frankfurt und Offenbach die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaften um 07.30 Uhr ihre Arbeit wieder aufnehmen. In Wiesbaden soll der Warnstreik bis 09.00 Uhr dauern, in Kassel den ganzen Tag. In Kassel sind außerdem der Landeswohlfahrtsverband, die Sparkasse und das Landratsamt von den Arbeitsniederlegungen betroffen. Es ist der sechste und vorerst letzte Warnstreiktag.

Ver.di kritisiert Angebot der Arbeitgeber
Die Gewerkschaften wollen mit den Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Montag erhöhen. Sie sind mit dem bisherigen Angebot der Arbeitgeber unzufrieden. Die von Bund und Kommunen geplante Verlängerung der Wochenarbeitszeit sei angesichts von 3,4 Millionen Arbeitslosen der Weg in die falsche Richtung, sagte Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft Ver.di nach Gewerkschaftsangaben bei einer Kundgebung in Mannheim.

Gewerkschaften wollen Acht Prozent mehr Lohn
Verdi und andere Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen eine Lohnanhebung um acht Prozent, wenigstens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll ein Jahr betragen. Die Arbeitgeber bieten eine Lohnanhebung um fünf Prozent für zwei Jahre für die 1,3 Millionen Tarifangestellten. Gleichzeitig soll die Arbeitszeit der Beschäftigten im Westen von 38,5 Wochenstunden auf 40 Stunden und damit auf Ost-Niveau steigen. Dieses Angebot lehnen die Gewerkschaften strikt ab.

Ver.di dementiert Bericht über leere Streikkassen
Ver.di dementierte unterdessen einen Bericht der Online-Ausgabe der „Bild"-Zeitung, wonach die Gewerkschaft laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nur hundert Millionen Euro in der Streikkasse haben soll. Dies halte das IW für nicht ausreichend, um einen mehrwöchigen und breit angelegten Streik im öffentlichen Dienst finanzieren zu können. „Wir können lange durchhalten“, sagte der Verdi-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Die Streikkasse sei gut gefüllt.

Mehr zum Thema:
Mindestlohn - Experte warnt vor Beschäftigungsdesaster
Zu wenig zum Leben - Die niedrigsten Stundenlöhne

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
MagentaTV jetzt 1 Jahr inklusive erleben!*
hier Angebot sichern
Anzeige
Die neuesten Technik-Trends: Mieten ist das neue Kaufen
OTTO NOW entdecken
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal