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Helaba und WestLB: Fusion der Landesbanken ist vom Tisch


Landesbanken  

Keine Fusion der Landesbanken Helaba und WestLB

28.02.2008, 17:04 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Logo der WestLB (Foto: ddp) Die angeschlagene WestLB muss sich einen neuen Fusionspartner suchen. Der Vorstoß der WestLB- Eigentümer zu einem Zusammenschluss der nordrhein-westfälischen Landesbank mit der Landesbank Hessen/Thüringen (Helaba) ist vom Tisch. Das Vorhaben scheiterte am Widerstand der Helaba-Haupteigentümer, den Sparkassen in Hessen und Thüringen. Der Verbandsvorsitzende, Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), sagte laut Mitteilung: "Unabhängig davon sind wir bereit, einen konstruktiven Beitrag zu der auch aus unserer Sicht notwendigen Weiterentwicklung des Landesbankensektors gemeinsam mit allen Beteiligten zu leisten".

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Seit Monaten suchen die WestLB-Eigentümer einen Partner für die drittgrößte deutsche Landesbank, die durch Fehlspekulationen und die Folgen der internationalen Finanzmarktkrise tief in die roten Zahlen gerutscht war. "Die Konsolidierung der Landesbanken bleibt ein wichtiges Thema für die WestLB", sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Bankkonzerns nach der Absage aus Hessen und Thüringen.

Die deutschen Landesbanken (Foto: dpa)Die deutschen Landesbanken (Foto: dpa) Konsolidierung notwendig
Alle WestLB-Eigentümer und der WestLB-Vorstand seien sich einig, dass eine Konsolidierung im Landesbankensektor nötig sei und dass die WestLB dazu einen aktiven Beitrag leisten solle. "Darauf bereiten wir jetzt die Bank mit Hochdruck vor, indem wir sie restrukturieren und das Geschäftsmodell weiterentwickeln", sagte der Sprecher. An der WestLB ist das Land Nordrhein-Westfalen direkt und indirekt mit etwa 38 Prozent beteiligt, die Sparkassenverbände Westfalen und Rheinland mit gut 50 Prozent. Den Rest halten kommunale Landschaftsverbände.

Sparkassen wollen keine Altlasten übernehmen
Die Helaba ist zu 85 Prozent in Händen der Sparkassen, den Rest halten die Länder Hessen mit zehn Prozent und Thüringen mit fünf Prozent. Die Helaba-Eigentümer hatte sich zunächst offen für Gespräche gezeigt, nachdem von WestLB-Seite Mitte Dezember überraschend die Helaba als möglicher Partner ins Spiel gebracht worden war. Allerdings hatten die Helaba-Eigentümer stets klargestellt, dass keine Altlasten der WestLB übernommen würden. In den vergangenen Wochen hatte es aus dem Sparkassenlager vermehrt Signale gegen eine Fusion gegeben.

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