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Hunderte Briefträger auf der Straße


Post-Dienstleister  

Hunderte Briefträger auf der Straße

29.02.2008, 13:42 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Verteilerstelle der PIN Group (Foto: dpa)Verteilerstelle der PIN Group (Foto: dpa) Die ersten Tochterfirmen des angeschlagenen Postdienstleisters PIN stellen ihren Betrieb ein. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass einer von drei Standorten in Aachen zum 1. März geschlossen wird. Auch die Niederlassung der PIN Westmail in Münster beendet zum Beginn des neuen Monats die Postzustellung. In Aachen verlieren 114 und in Münster 468 Mitarbeiter ihren Job. Bereits zuvor waren in Mainz und Kassel rund 680 PIN-Mitarbeiter freigestellt worden, sagte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Bruno Kübler. Die Betriebsversammlungen wurden teils von Sicherheitsfirmen überwacht.

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Tausende Menschen von weiteren Schließungen betroffen
Am kommenden Montag will der Insolvenzverwalter Bruno Kübler über die aktuelle Lage der PIN Group berichten. Es wird erwartet, dass die Schließung weiterer Standorte angekündigt wird und viele PIN-Mitarbeiter entlassen werden. Die PIN Group beschäftigt an 91 Niederlassungen bundesweit rund 9.000 Menschen. Für insgesamt 37 Gesellschaften mit 7.000 Beschäftigte ist ein Insolvenzantrag gestellt worden. Bei einem Dutzend lief Ende Februar die Zahlung des Insolvenzgeldes aus.



Verhandlungen mit Investoren laufen noch
Unterdessen verhandelt der PIN-Vorstand nach Angaben des Sprechers weiter fieberhaft mit Investoren über den Verkauf der gesamten Gruppe. "Es besteht noch berechtigter Grund zur Hoffnung", betonte der Sprecher. Vor wenigen Tagen hatte der neu bestellte Insolvenzverwalter Bruno Kübler gesagt, dass mit Schließung und Insolvenzeröffnung bei einigen PIN-Töchtern keineswegs eine "große Lösung" ausgeschlossen sei. Im Falle des Verkaufs könnten die Gesellschaften eingegliedert und die betroffenen Mitarbeiter wieder beschäftigt werden.

Mindestlohn brachte PIN in Existenznot
Die PIN Group war im vergangenen Dezember in eine finanzielle Schieflage geraten, nachdem der Axel Springer Verlag als größter Anteilseigner dem Unternehmen alle Gelder stoppte. Als Grund wurden die schlechten Aussichten wegen des zu hohen Mindestlohns für Postboten genannt. PIN gehörte neben TNT zu den größten Konkurrenten der Deutschen Post AG.

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