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TUI: Fusion mit Hapag-Lloyd auf Eis gelegt


Reise- und Schifffahrtskonzern  

TUI legt Umbaupläne auf Eis

04.03.2008, 13:43 Uhr | dpa-AFX / T-Online

Konzernzentrale TUI  in Hannover ( Foto: imago)Konzernzentrale TUI in Hannover ( Foto: imago) Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI hat 2007 vor allem wegen einer deutliche Erholung im Touristikgeschäft bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Mitten in einer Umbruchphase des Konzerns stieg der Umsatz der fortzuführenden Bereiche um rund sieben Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Unterdessen hat der Konzern TUI hat seine Pläne für einen radikalen Konzernumbau auf Eis gelegt. Nach Medieninformationen sollen die geplante Verschmelzung der Reederei Hapag-Lloyd mit dem Konzern und die Verlegung der Zentrale von Hannover nach Hamburg nicht weiterverfolgt werden. Der Widerstand einiger Großaktionäre sei zu stark, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD).

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Touristiksegment legt zu
Während die Schifffahrtsparte das Ergebnis bei einem stagnierendem Umsatz deutlich steigerte, legte das Touristiksegment sowohl bei den Erlösen als auch beim Gewinn zweistellig zu. Detaillierte Zahlen will die TUI am 18. März veröffentlichen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Unternehmenswertabschreibungen (EBITA) wuchs um 47 Prozent auf 616 Millionen Euro. Das teilte die TUI in Hannover bei der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 mit.

TUI stoppt Fusion mit Tochter Hapag-Lloyd
Die TUI hatte im vergangenen Jahr ihr Touristikgeschäft weitgehend mit dem britischen Wettbewerber First Choice zur neuen TUI Travel mit Sitz in London zusammengelegt. Zudem plant TUI-Vorstandschef Michael Frenzel die Verschmelzung der Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd mit der Konzernmutter. In diesem Zusammenhang wird auch ein Umzug der TUI- Zentrale von Hannover nach Hamburg geprüft. Dem "Handelsblatt" zufolge hieß es bei der TUI, nach einem "Brandbrief" des norwegischen Reeders und Fünf-Prozent-Aktionärs John Fredriksen gegen diesen Schritt gebe es "eine neue Situation", wie das Blatt einen Sprecher zitiert.

Frenzel unter Druck
Der ohnehin schon unter Beschuss stehende TUI-Chef Michael Frenzel hat damit bei einem seiner wichtigsten Projekte eine schwere Schlappe erlitten. Frenzel wollte die Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd als eigenständige Aktiengesellschaft auflösen und die TUI-Konzernzentrale komplett an den Hapag-Lloyd-Sitz nach Hamburg verlegen. Derzeit steuert Frenzel über eine Holding in Hannover die Hamburger Containerreederei und das in London angesiedelte Tourismusgeschäft.

Aktionäre wollen keinen Umbau
Aktionäre hatten Frenzels Umbaupläne zuletzt scharf kritisiert. Fredriksen ließ laut FTD vor einigen Wochen über einen Vertrauten mitteilen: "Bei einer Hauptversammlung könnte das abgelehnt werden." Unternehmenskreisen zufolge hat Fredriksen inzwischen weitere Verbündete gefunden, um Frenzel zu blockieren. Der TUI-Chef habe daher auf eine drohende Abstimmungsniederlage auf der Hauptversammlung reagieren müssen. "Das Risiko war zu groß, dass Frenzel verliert", hieß es.

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