Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Touristik: TUI-Belegschaft stellt Bedingungen für Konzernumbau


Reise- und Schifffahrtskonzern  

TUI-Belegschaft stellt Bedingungen für Konzernumbau

16.03.2008, 14:40 Uhr | Financial Times Deutschland / T-Online

Konzernzentrale TUI  in Hannover ( Foto: imago)Konzernzentrale TUI in Hannover ( Foto: imago) "Bei den bevorstehenden Diskussionen über die Zukunft der TUI werden wir einer Lösung nur zustimmen, wenn der Touristik-Standort Hannover und der Hapag-Lloyd-Standort Hamburg nicht gefährdet sind", sagte der stellvertretende Aufsichtsratschef der TUI , Jan Kahmann, der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". "Wir legen außerdem Wert darauf, dass die Arbeitsplätze an beiden Standorten erhalten bleiben." In Hannover sind nach TUI Angaben rund 4000 Mitarbeiter beschäftigt, in Hamburg bei Hapag-Lloyd rund 1900.

Tradition verpflichtet - Die ältesten Unternehmen Deutschlands
Ranking - Die wertvollsten Marken weltweit
TUI - Frenzel für Zerschlagung

Reederei ist für den Standort sehr wichtig
Der Zeitung "Die Welt" sagte Kahmann, die Gewerkschaft Ver.di habe sich im Zuge des Maritimen Bündnisses bemüht, möglichst gute Bedingungen für die deutsche Schifffahrt zu schaffen. "Dabei haben wir als Gewerkschaft in der Vergangenheit Zugeständnisse bei den Besatzungen gemacht", sagte der frühere Verdi-Bundesvorstand. Diese Kooperationsbereitschaft habe bewirkt, dass wieder mehr Schiffe unter deutscher Flagge führen. "Es kann nicht sein, dass jetzt die Früchte unserer Anstrengungen im Ausland geerntet werden." Eine Reederei wie Hapag-Lloyd sei für den Standort Deutschland wichtig, "weil dort auch hoch qualifizierte Spezialisten ausgebildet werden".

Irritation über Frenzel
Am Montag tagt der TUI-Aufsichtsrat, um über eine mögliche Abspaltung der Schifffahrtsparte Hapag Lloyd zu diskutieren, wie sie der norwegische TUI-Großaktionär John Fredriksen fordert. Irritiert zeigten sich die Arbeitnehmervertreter über TUI-Chef Frenzel, der sich bis zuletzt vehement gegen eine Teilung gewehrt hatte und nun Medienberichten zufolge selbst ein solches Vorgehen propagieren soll. Er sei von den Aussagen Frenzels überrascht worden, sagte Kahmann. "Ich möchte mir auf der Aufsichtsratssitzung erst einmal ein Bild davon machen, was Frenzel zu sagen hat."


Großaktionär fordert Zerlegung
Insbesondere der Großaktionär Fredriksen hatte eine Zerlegung des Unternehmens gefordert, um die Schifffahrtstochter voranzubringen. Der 63 Jahre alten Schiffsreeder und Multimilliardär hält mindestens fünf Prozent der Aktien und hat angeblich auch andere Aktionäre für seine Forderung gewinnen können. Frenzel hatte im Januar dagegen eine Verschmelzung der Konzernzentrale mit der Reedereitochter vorgeschlagen, um Hapag-Lloyd, die als Ertragsperle gilt, besser vor einer Übernahme zu schützen.

Mehr Themen:
Ranking - Deutschlands größte Familienunternehmen
Adidas, Pepsi & Co - Testen Sie Ihr Markenwissen!
BMW, MAN & Co - Großes Firmen-Namen-Quiz
Intraday-Überblick - So stehen die DAX-Werte


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal