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Ver.di ruft zu Warnstreiks bei der Post auf

Tarifverhandlungen  

Ver.di ruft zu Warnstreiks bei der Post auf

01.04.2008, 20:20 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Protestierende Post-Mitarbeiter. (Foto: dpa)Protestierende Post-Mitarbeiter. (Foto: dpa) Bei der Post soll es ab Dienstag zu Warnstreiks geben. Die Gewerkschaft Ver.di rief die Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen in "ausgewählten Ballungsräumen" auf. "In zahlreichen Großstädten" würden die Briefkästen leer bleiben und Pakete nicht ausgeliefert, erklärte die stellvertretende Ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Auch in den nächsten Tagen müssten die Kunden mit Warnstreiks rechnen. Die Deutsche Post in Bonn erklärte, sie habe "keinerlei Verständnis" für die Streiks. Die Einigung im öffentlichen Dienst zeige, dass eine Lösung am Verhandlungstisch möglich sei, sagte ein Sprecher.

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Nächste Verhandlungen am 9. April
Ve.rdi werde bis zum nächsten Verhandlungstermin mit der Post am 9. April Druck machen, kündigte eine Sprecherin in Berlin an. Die Warnstreiks könnten nicht nur Stunden, sondern auch den ganzen Tag andauern. Wo genau die Beschäftigten der Post streiken werden, wollten die Landesverbände der Gewerkschaft in der Nacht bekanntgeben. Die Post werde "alles tun, um die Beeinträchtigungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten", sagte der Unternehmenssprecher.



Streitpunkt Arbeitszeit
Verdi fordert, die Arbeitszeit für die 55.000 Postbeamten bei 38,5 Stunden festzuschreiben. Weil eine entsprechende Arbeitszeitverordnung ausläuft, müssten die Beamten ansonsten ab April 2,5 Stunden länger arbeiten. Die Gewerkschaft befürchtet, dass mit der längeren Arbeitszeit rund 5000 Arbeitsplätze in der Postbranche überflüssig würden. Für die insgesamt rund 130.000 Post-Beschäftigten fordert Ver.di außerdem eine Verlängerung des ebenfalls zum 31. März auslaufenden Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen bis ins Jahr 2011.

Post verlängert Vereinbarungen zum Beschäftigungspakt bis Ende Juni
Die Post werde am Dienstag "darüber nachdenken", wie sie auf die Warnstreiks reagiert, sagte der Unternehmenssprecher. Bis dahin gelte ihr Angebot, bis zum 30. Juni auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und die ab Dienstag geltende längere Arbeitszeit der Beamten von 41 Stunden vorerst nicht einzufordern.

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