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Nokia lässt Frist zur Rückzahlung verstreichen


Subventionen  

Nokia lässt Frist zur Rückzahlung verstreichen

01.04.2008, 18:41 Uhr | dpa / T-Online

Nokia: Werk in Bochum soll geschlossen werden (Foto: dpa)Nokia: Werk in Bochum soll geschlossen werden (Foto: dpa) Der finnische Handyhersteller Nokia hat die Frist zur Rückzahlung von Subventionen an das Land Nordrhein-Westfalen verstreichen lassen. Die Landesregierung hatte von Nokia fast 60 Millionen Euro zurückgefordert, weil der Konzern in Bochum weniger Arbeitsplätze geschaffen haben soll als vereinbart. Die Zahlungsfrist lief am 31. März ab.

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Gespräche statt Rückzahlung
"Wir haben das Geld nicht überwiesen und werden es auch nicht tun", sagte Nokia-Sprecherin Kristina Bohlmann. "Wir sind seit Januar mit der Landesregierung in konstruktiven Gesprächen", erklärte Bohlmann weiter. Nokia wolle diese Gespräche trotz der unterschiedlichen Auffassungen beim Thema Subventionszahlungen im Interesse aller Beteiligten fortsetzen.

Landesregierung setzt sich für Nokia-Mitarbeiter ein
Der Handy-Konzern will sein Bochumer Werk mit mehr als 2000 Beschäftigten Mitte des Jahres schließen. Die Landesregierung will in den Gesprächen erreichen, dass Nokia sich an dem Versuch beteiligt, möglichst vielen Beschäftigten eine Perspektive am Standort Bochum zu bieten.


Klage gegen Nokia wird schon vorbereitet
Das Land hatte für den Fall, das Nokia die Subventionen nicht zurückzahlt, eine Klage angedroht. Die NRW.Bank bereitet diese Klage vor dem Landgericht Bochum vor. Das Wirtschaftsministerium wartet nach Angaben eines Sprechers derzeit noch auf eine Stellungnahme der Nokia-Anwälte. Sie soll ausgewertet werden, bevor über den Gang vor das Gericht entschieden wird.

Vorwurf: zu wenig Arbeitsplätze geschaffen
Nokia wird vorgeworfen, in dem Bochumer Werk, das geschlossen werden soll, weniger Arbeitsplätze für festangestellte eigene Mitarbeiter geschaffen zu haben als zugesagt. Statt 2.860 sollen es nur 2.300 gewesen sein. Außerdem soll Nokia es versäumt haben, bestimmte Informationen zu liefern. Nokia bestreitet das. Das Werk soll aus Kostengründen von Bochum nach Rumänien verlagert werden.

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