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IWF sieht USA kurz vor Rezession


Konjunkturkrise  

IWF sieht USA kurz vor Rezession

01.04.2008, 19:49 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Konjunktur: Aussichten nicht mehr so positiv (Foto: dpa)Konjunktur: Aussichten nicht mehr so positiv (Foto: dpa) Die Skepsis verstärkt sich im Monatstakt: Erneut senkt der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen. Ein ganzer Prozentpunkt nach unten, von 1,5 auf 0,5 Prozent - das ist viel in der Welt der Konjunkturprognosen. Die US-Wirtschaft wird nach Einschätzung des IWF in die Rezession rutschen: Der neuen IWF-Konjunkturschätzung zufolge wird die bisherige Vorhersage für 2008 dramatisch nach unten korrigiert.

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Pessimistischer als andere Experten
Die IWF-Ökonomen gehen den Informationen zufolge davon aus, dass die US-Wirtschaft mindestens zwei Quartale in Folge schrumpft - und zeigen sich damit wesentlich pessimistischer als die meisten anderen Konjunkturexperten. Grund seien die Finanzkrise und die Schwäche am Immobilienmarkt, die den Konsum dämpfe. Ein Vorabbericht der "Zeit" über die neuen IWF-Zahlen wurde von deutschen Regierungsinsidern bestätigt. Vorgestellt wird der IWF-Bericht in der kommenden Woche anlässlich der Frühjahrstagung von Weltbank und IWF in Washington. Bis dahin sind noch Änderungen möglich.

Nur noch 1,2 Prozent statt 1,5
Auch die Schätzung für die Weltwirtschaft soll der IWF revidiert haben - und die Prognosen für Deutschland. Im Entwurf für den aktuellen Konjunkturausblick rechnet der IWF für 2008 nur noch mit einem Wachstum von 1,2 Prozent. Ende Februar waren die Experten noch von 1,5 Prozent ausgegangen. Die Bundesregierung lässt sich von der skeptischen Prognose allerdings nicht beeindrucken und hält weiter an ihrer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent fest. "Es gibt aktuell keine Folgerungen für die eigene Schätzung", sagten Regierungsinsider. Die IWF-Prognosen seien in der Vergangenheit am stärksten von der tatsächlichen Entwicklung abgewichen.

Deutschland bleibt optimistisch
Der IWF hatte erst Ende Februar seine Prognose von 1,9 Prozent auf 1,5 Prozent gesenkt. Im Oktober hatte er noch zwei Prozent Zuwachs erwartet, drei Monate davor 2,4 Prozent. Tatsächlich deutet in Deutschland derzeit aber wenig auf eine Eintrübung der Konjunktur hin. So ist die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten März-Stand seit 15 Jahren gefallen. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl der Menschen ohne Job um 110.000 auf 3,5 Millionen zurück. Verglichen mit März 2007 betrug die Abnahme sogar 617.000. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Punkte auf 8,4 Prozent.

Auch BA-Chef Weise sieht keine Probleme
"Weder der Wintereinbruch noch die Finanzkrise beeinträchtigen die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt", sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Dagegen hätten sich die vergleichsweise milde Witterung, das Saisonkurzarbeitergeld für den Bau und die gute Konjunktur mit der Schaffung sozialversicherungspflichtiger Jobs erneut positiv ausgewirkt. Außerdem mache sich die demographisch bedingte Abnahme des Arbeitskräfteangebots bemerkbar.

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