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Warnstreiks bei der Post: Millionen Sendungen bleiben liegen

Tarifverhandlungen  

Millionen Sendungen blieben liegen

03.04.2008, 18:07 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Post-Tarifkonflikt: Weiter von Einigung entfernt (Foto: dpa)Post-Tarifkonflikt: Weiter von Einigung entfernt (Foto: dpa) Im Tarifstreit bei der Post hat die Gewerkschaft Ver.di ihre Warnstreiks am Donnerstag auf den Südwesten konzentriert. Es war der dritte Streiktag in Folge. In Baden-Württemberg legten fast alle Brief- und Paketzusteller ihre Arbeit nieder. Rund acht Millionen Briefe und Pakete seien liegengeblieben, sagte ein Sprecher des Ver.di-Landesbezirks Baden-Württemberg. Ein Postsprecher erklärte, es seien deutlich weniger gewesen. Im Saarland streikten nach Angaben der Gewerkschaft etwa 200 Mitarbeiter, in Rheinland-Pfalz rund 415, davon 85 Auszubildende. Demnach wurden in diesen beiden Bundesländern insgesamt 420.000 Briefe und 20.000 Pakete nicht zugestellt.

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Briefkästen teilweise leer, Postfächer bedient
Ein Sprecher der Post sagte, in Baden-Württemberg habe etwa jeder sechste Haushalt keine Post bekommen. Dagegen seien alle Postfächer bedient worden. Nur im Großraum Stuttgart wurden Briefe und Pakete nach Ver.di-Angaben normal zugestellt. Dort hatten im Tarifkonflikt mit der Post bereits am Dienstag mehr als 500 Brief- und Paketzusteller ihre Arbeit niedergelegt. In Rheinland- Pfalz war nach Gewerkschaftsangaben mit Koblenz und Bitburg vor allem der Norden des Landes betroffen. Am Mittwoch hatte Ver.di in Bayern und Frankfurt/Main gestreikt, am Dienstag in 14 Großstädten und Ballungsräumen.



Verhärtete Fronten im Tarifkonflikt
Ver.di verhandelt mit der Deutschen Post bislang ohne Ergebnis über Beschäftigungssicherung, Arbeitszeit und Löhne. Der Tarifvertrag zum Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen für die bundesweit 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG lief Ende März aus, ebenso die Regelung, wonach für die 55.000 Post-Beamten eine 38,5- Stundenwoche gilt. Ver.di will den Kündigungsschutz bis 2011 erhalten und eine höhere Wochenarbeitszeit für Beamte verhindern. Bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. April müsse bundesweit mit weiteren Streikmaßnahmen gerechnet werden, hieß es.

Steinbrück soll eingreifen
Ver.di forderte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück auf, in den Tarifkonflikt einzugreifen. Die Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 41 Stunden vernichte rund 5000 Arbeitsplätze, stellte die Gewerkschaft fest. Das Finanzministerium solle sich nicht zum Steigbügelhalter einer Politik machen, die Arbeitsplätze vernichte, sagte die Ver.di-Vizevorsitzende Andrea Kocsis.

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