Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

Microsoft droht Yahoo mit feindlicher Übernahme


Softwarebranche  

Microsoft droht Yahoo mit feindlicher Übernahme

07.04.2008, 11:42 Uhr | dpa/ AFP/ T-Online, t-online.de

Steve Ballmer ist sauer auf Yahoo (Foto: Imago)Steve Ballmer ist sauer auf Yahoo (Foto: Imago) Im Bemühen um den Kauf des Internetunternehmens Yahoo schlägt Microsoft einen anderen Kurs ein. Zum ersten Mal droht der US-Softwareriese offen mit einer feindlichen Übernahme, sollte binnen drei Wochen keine Einigung zustande kommen. Es sei nun an der Zeit, dass sich Vertreter beider Seiten zusammensetzten und über eine Einigung verhandelten, schrieb Microsoft-Chef Steve Ballmer in einem am Samstag auf der Microsoft-Website veröffentlichten Brief an die Yahoo-Führung.

Tradition verpflichtet - Die ältesten Unternehmen
BMW, MAN & Co - Großes Firmen-Namen-Quiz
Ranking - Die wertvollsten Marken weltweit

Drohgebärde in Richtung Yahoo-Management
Sollte es in den kommenden drei Wochen zu keiner Einigung kommen, werde sich Microsoft direkt an die Aktionäre wenden. Dabei werde Microsoft sich auch darum bemühen, dass eine andere Yahoo-Führung gewählt werde. Yahoo äußerte sich bislang nicht öffentlich zu dem Schreiben. Ballmer beklagte in dem Brief zudem, dass sich seit dem am 1. Februar vorgelegten Angebot einer Barzahlung in Höhe von 42 Milliarden Dollar nichts passiert sei. Die Aktie von Yahoo hatte nach dem Angebot einen Sprung nach oben gemacht, seitdem aber wieder deutlich an Wert verloren.



Finanzkrise zeigt Auswirkungen
Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA habe auch den Wert von Yahoo geschmälert, schrieb Ballmer. Zudem gebe es Anzeichen, dass die Nutzung der Yahoo-Suchmaschine zurückgegangen sei. Daher sei die Offerte von Anfang Februar jetzt noch bedeutsamer. Ballmer warf der Yahoo-Führung vor, sich nicht ernsthaften Gesprächen über eine Übernahme durch Microsoft zu stellen und warnte sie, die Möglichkeit der Verhandlungen mit Microsoft nicht verstreichen zu lassen.

Murdoch kein weißer Ritter
Das Anfang Februar von Microsoft vorgelegte Angebot entspricht 31 Dollar pro Yahoo-Aktie und hätte den Aktionären einen Gewinn von 62 Prozent eingebracht. Microsoft strebt mit der Offerte eine stärkere Position im Internetgeschäft in Konkurrenz zu Google an. Die Yahoo-Führung hatte das Microsoft-Angebot als zu gering abgelehnt, weil es nicht das Entwicklungspotenzial des Unternehmens berücksichtige. Um das Übernahmeangebot des Software-Riesen Microsoft abzuwehren führte Yahoo auch Gespräche mit der Mediengruppe News Corporation des Medienmoguls Rupert Murdoch, der eine Zusammenarbeit jedoch ablehnte.

Mehr zum Thema
Kartellverfahren - EU-Kommission verdonnert Microsoft zu Rekordstrafe

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal