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WestLB laut "Focus" an IKB interessiert


Landesbanken  

Medien: WestLB will IKB-Mittelstandsgeschäft

07.04.2008, 17:40 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Logo der WestLB (Foto: ddp) Die Finanzkrise hat die WestLB schwer gebeutelt. Erst vor wenigen Tagen musste die Bank Verluste in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro einräumen müssen. Doch trotz der Krise erwägt die WestLB laut einem Bericht des "Focus" die Übernahme von Teilen der Mittelstandsbank IKB, die selber in den Strudel der Finanzkrise geraten ist. Dabei kommen der Landesbank die Milliardengarantien ihrer Eigentümer, darunter des Land Nordrhein-Westfalen, zugute. Politiker aus dem Bundesland fordern unterdessen dem Bund zu mehr finanziellem Engagement zur Bewältigung der Bankenkrise auf.

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WestLB bietet 500 Millionen Euro
Die WestLB bietet laut "Focus"-Informationen 500 Millionen Euro für das Mittelstandsgeschäft der IKB. Die WestLB wolle die Kaufsumme im Verbund mit Finanzinvestoren aufbringen, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe. Demnach bieten die Geldkonzerne Lone Star, Ripplewood, J.C. Flowers und die schwedische SEB Bank mit. Der WestLB-Aufsichtsrat habe nach der Auslagerung von risikobehafteten Krediten in Höhe von 23 Milliarden Euro grünes Licht für die IKB-Bewerbung gegeben.

Auch die BayernLB an IKB interessiert
Die WestLB ist nicht der einzige Landesbank, die sich für die IKB interessiert. Trotz jüngster Milliardenverluste will auch die BayernLB T das Mittelstandsgeschäft dieser Bank übernehmen. "Wir wollen im Mittelstand wachsen und die IKB ist auf dem Markt. Es wäre also fahrlässig, sich so etwas nicht anzuschauen", sagte BayernLB-Chef Michael Kemmer.

NRW fordert mehr Engagement von Steinbrück
Angesicht der Milliardenverluste der Landesbanken wünscht sich Nordrhein-Westfalen laut einem Medienbericht mehr Engagement der Bundesregierung. "Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ist gefordert. Er sollte seinen Beitrag zur Konsolidierung der Bankenlandschaft leisten", sagte der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen (CDU) dem "Handelsblatt". "Hier geht es nicht um Kirchturmspolitik in den Ländern, sondern um den Finanz- und Wirtschaftsstandort Deutschland."

Risikoschirm für WestLB
Das Land NRW hatte jüngst eine Risikoabschirmung in Milliardenhöhe für die WestLB beschlossen, nachdem die Bank in der Finanzkrise mit risikoreichen Wertpapieren in eine Notlage geraten war. Linssen spricht sich auch für einen Rückzug der Politik aus den Landesbanken aus. "Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass Bankgeschäfte nicht Aufgabe des Staates sind", meint Linssen. Direkt und indirekt ist das Land NRW mit 38 Prozent an der WestLB beteiligt.

Schrittweiser Umbau der Landesbanken
Linssen glaubt nicht, dass der Zusammenschluss mehrerer Landesbanken auf einen Schlag gelingen kann. "Die Idee einer einzigen Landesbank scheint mir zu ambitioniert, zu wenig realistisch. Auch mein Modell von zwei Landesbanken wird man nur schrittweise erreichen", sagte der Minister. Über seine Vorstellung von einer Nord- und einer Süd-Landesbank gebe es noch keine Verhandlungen mit seinen Amtskollegen, aber "jeder spricht mit jedem", schilderte er die Lage.


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