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Novartis steigt bei Nestle-Tochter Alcon ein


Pharmabranche  

Novartis steigt bei Nestle-Tochter Alcon ein

07.04.2008, 17:33 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Milliarden-Deal zwischen Novartis und Nestlé (Foto: dpa)Milliarden-Deal zwischen Novartis und Nestlé (Foto: dpa) Milliarden-Übernahme in der Schweiz: Der größte Schweizer Pharmakonzern Novartis übernimmt in zwei Schritten die Mehrheitsbeteiligung des weltgrößten Nahrungsmittelunternehmens Nestle am US-Augenheilkundekonzern Alcon. Für den Kauf von insgesamt 77 Prozent an Alcon bis 2011 zahlt Novartis rund 39 Milliarden US-Dollar (rund 25 Milliarden Euro), wie beide Unternehmen in Basel und Vevey mitteilten. Novartis will mit der Übernahme sein Geschäft mit Kontaktlinsen sowie Augenheil- und Pflegemitteln ausbauen, das unter der Marke Ciba Vision läuft.

Übernahme dient der Risikostreuung
Novartis-Chef Daniel Vasella nannte den Zukauf eine "Wunschtransaktion in einem margenstarken Wachstumsmarkt". Die Übernahme diene auch der Risikostreuung. Es ist bereits der dritte große Deal zwischen Novartis und Nestlé in knapp eineinhalb Jahren. Die Wettbewerbsbehörden müssen der Alcon-Transaktion noch zustimmen.



Übernahme in mehreren Schritten
In einem ersten Schritt erwirbt Novartis in diesem Jahr 25 Prozent der Alcon-Anteile für elf Milliarden Dollar in bar. In einer zweiten Phase soll die Beteiligung um 52 Prozent auf 77 Prozent zu einem Festpreis von 28 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Alcon hat nach diesen Angaben 2007 rund 5,6 Milliarden Dollar umgesetzt. Der Umsatz von Novartis lag im vergangenen Jahr bei 38 Milliarden Dollar. Nestlé hatte Alcon 1978 erworben und will den Verkaufserlös nutzen, um Schulden abzubauen.

Bereits dritter Deal zwischen Nestle und Novartis
Die zwei anderen Transaktionen zwischen beiden Konzernen waren in umgekehrter Richtung erfolgt. Nestlé hatte Ende 2006 von Novartis den Bereich medizinische Ernährung für 2,5 Milliarden Dollar übernommen. Im April 2007 folgte das Novartis-Babynahrungsmittelgeschäft unter dem Markennamen Gerber für 5,5 Milliarden Dollar.

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