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Bürger sehen schwarz für die Wirtschaft


Konjunktur  

Bürger sehen schwarz für die Wirtschaft

09.04.2008, 12:46 Uhr | dpa-AFX / AFP / T-Online, t-online.de

Bürger blicken pessimistisch in die Zukunft (Foto: Archiv)Bürger blicken pessimistisch in die Zukunft (Foto: Archiv) Steueraffäre, Bankenkrise und ein deutlich verlangsamtes Wirtschaftswachstum. Kaum ein Tag vergeht, an dem der Bürger keine neuen Horrormeldungen aus der Finanzwelt präsentiert bekommt. Das schlägt sich immer mehr auf die Stimmung nieder. Im März glaubten 53 Prozent der Bürger, dass sich die ökonomischen Verhältnisse verschlechtern werden. Nur 18 Prozent erwarteten eine Verbesserung, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Institutes für den "Stern" und "RTL" ergab. Im Mai des vergangenen Jahres waren noch die Optimisten in der Überzahl gewesen: Damals beurteilten insgesamt 41 Prozent die Perspektiven positiv, 28 Prozent negativ.

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Erschüttertes Vertrauen
Auslöser der Trendwende war die Bankenkrise. Nach der IKB mussten auch zahlreiche andere Banken eingestehen, am US-Immobilienmarkt Milliarden verloren zu haben. Das Vertrauen der Deutschen in die Banken sei deshalb erschüttert, sagte Thomas Straubhaar, Leiter des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, dem "Stern". Die Deutschen hätten frühzeitig die Folgen der Bankenkrise für die Wirtschaft erkannt. Selbst positive Entwicklungen wie der Rückgang der Arbeitslosigkeit oder Lohnerhöhungen hätten den Negativtrend nicht drehen können. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes sei durch die Globalisierung nicht größer geworden, sagte Straubhaar weiter. Der Ökonom bescheinigt den Deutschen dabei, dass sie wie ein Seismograf die wirtschaftlichen Probleme, die dem Land drohen, früh erkennen - auch ohne Fachwissen: "Der gesunde Menschenverstand ist ein kluger Ratgeber."



Aufschwung kommt nicht an
Zu einem ähnlichen Ergebnis wie Forsa-Umfrage kommt auch der in der vergangenen Woche veröffentlichte "ARD-Deutschlandtrend", der von Infratest dimap im Auftrag der "Tagesthemen" erstellt wurde. Laut den Ergebnissen findet nur noch die Hälfte der Deutschen, dass die gegenwärtige wirtschaftliche Lage gut oder sehr gut sei. Auch vom Wirtschaftsaufschwung profitieren die meisten Deutschen nach eigener Einschätzung kaum. Lediglich 23 Prozent gaben an, vom Wachstum persönlich zu profitieren. Mehr als zwei Drittel (77 Prozent) tun das nach eigenen Angaben nicht. Vor allem bei Geringverdienern macht sich der Aufschwung kaum bemerkbar. So sagen 87 Prozent der Befragten mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1500 Euro, sie würden vom Wirtschaftswachstum nicht profitieren.

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