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Online-Werbung: Yahoo mit Google gegen Microsoft-Übernahme


Online-Werbung  

Heißer Kampf um Yahoo entbrannt

10.04.2008, 16:09 Uhr | dpa / fre / T-Online, t-online.de

Wird Yahoo Microsoft entkommen? (Bild: imago)Wird Yahoo Microsoft entkommen? (Bild: imago) Stunden nachdem Yahoo seinen Flirt mit Google bestätigt hat, nimmt der Milliarden-Poker schon wieder eine dramatische Wende: Zur Abwehr der drohenden Übernahme durch den Software-Giganten Microsoft verhandelt der Internet-Konzern laut US-Medien mit dem Konkurrenten AOL über eine Allianz. Mehreren US-Zeitungen zufolge will Microsoft den Medienmogul Rupert Murdoch mit seinem Online-Netzwerk MySpace als Bündnispartner für einen gemeinsamen Kauf von Yahoo gewinnen. Aus dem Tauziehen um Yahoo könnte so eine komplette Neuordnung unter den Großen der Internet-Branche werden.

Flucht vor der Übernahme
Microsoft hatte Yahoo erst kürzlich ein Ultimatum für eine gütliche Einigung noch im April gestellt und andernfalls die feindliche Übernahme angedroht. Yahoo lehnt das Angebot bislang als zu niedrig ab und arbeitet fieberhaft an Alternativen. So kündigte der Internet-Konzern erst am Mittwochabend an, mit dem Rivalen Google eine Kooperation bei Online-Werbeanzeigen zu testen. Die befristete Aktion gilt als Probelauf für eine mögliche weitergehende Zusammenarbeit. Auch dies könnte zur Abwehr von Microsoft beitragen.

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Frisches Kapital
Das Internet-Portal AOL aus dem US-Konzern Time Warner würde den Plänen zufolge seine Aktivitäten sowie Kapital in Yahoo einbringen, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Im Gegenzug solle Time Warner rund 20 Prozent an Yahoo bekommen. Yahoo wiederum wolle mit dem frischen Geld ein Aktienrückkaufprogramm als Waffe gegen das Microsoft-Angebot starten.



Murdoch und Microsoft
"New York Times" und "Wall Street Journal" zufolge steuerten zugleich die Verhandlungen zwischen Microsoft und Murdochs Medienimperium News Corp. auf einen entscheidenden Punkt zu. Beide hätten bereits mit Yahoo über ein Dreierbündnis gesprochen. Murdoch habe aber auch allein mit Yahoo verhandelt.

45 Milliarden sind Yahoo nicht genug
Microsoft hatte vor gut zwei Monaten ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) für Yahoo geboten, um die Dominanz von Google bei Internet-Suche und Online-Werbung brechen. Über ein Eingreifen von AOL und Murdoch ins Tauziehen um Yahoo war mehrfach spekuliert worden. Beide hatten bisher öffentlich signalisiert, kein Interesse zu haben. Zu den neuen Berichten wollten die Sprecher der beteiligten Unternehmen zunächst nicht Stellung nehmen.

Monopolist warnt vor Monopol
Alle nun diskutierten Kombinationen der Internet-Rivalen würden von den Wettbewerbshütern genau geprüft werden. Besonders eine Allianz von Yahoo und Google dürfte wegen des riesigen Marktanteils bei suchbasierten Werbeanzeigen auf Bedenken stoßen, meinen Experten. Der Software-Monopolist Microsoft kritisierte, eine solche Zusammenarbeit schränke den Wettbewerb dramatisch ein.

Gescheiterte Elefantenhochzeit
Time Warner arbeitet seit langem an einer neuen Strategie für AOL. Der Konzern trennt das bezahlte Internet-Zugangsgeschäft, das in Europa schon verkauft wurde, vom nun werbefinanzierten Portal. Der im Jahr 2000 als Jahrhundertehe gefeierte Zusammenschluss von AOL und Time Warner gilt heute als Paradebeispiel einer misslungenen Fusion.

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