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Bombardier baut eigenen Superschnellzug bis 2010


Schienenverkehr  

Bombardier baut eigenen Superschnellzug bis 2010

14.04.2008, 15:10 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Bombardier-Schild (Foto: imago)Bombardier-Schild (Foto: imago) Der weltgrößte Bahntechnikhersteller Bombardier-Transportation will in rund drei Jahren mit einem eigenen Superschnellzug erstmals dem deutschen ICE und dem französischen TGV-Nachfolger AGV Konkurrenz machen. Der neue Hochgeschwindigkeitszug solle "Ende 2010 auf den Gleisen stehen", kündigte der Vizechef von Bombardier-Transportation, Wolfgang Tölsner, in der "Berliner Zeitung" an. Er werde "Geschwindigkeiten von 250 bis 350 Stundenkilometer erreichen, sehr energiefreundlich und geräuscharm sein". In dem Zug sollen rund 500 Menschen Platz finden.

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Superschnellzug soll allen Anforderungen gerecht werden
"Dabei berücksichtigen wir die Belange von Behinderten ebenso wie die Wünsche Dienstreisender, für die der Zug eine Art fahrendes Büro sein soll", sagte Tölsner. Anfang April hatte der kanadische Konzern mit dem Bahntechnikunternehmen AnsaldoBreda, das zum italienischen Finmeccanica-Konzern gehört, in Rom bekanntgegeben, einen solchen Hochgeschwindigkeitszug gemeinsam zu entwickeln, zu bauen und zu vertreiben.

Flagschiff unter dem Namen Bombardier
Bombardier war bisher maßgeblich an der Lieferung nahezu aller europäischen Hochgeschwindigkeitszüge beteiligt, auch an der ICE-Familie. "Uns fehlt nur ein Flaggschiff, das auch unter dem Namen Bombardier fährt", begründete Tölsner die Entscheidung. Bombardier-Transportation hat mehr als 31.000 Beschäftigte, davon rund ein Drittel in Deutschland, der Sitz ist in Berlin.

Prall gefüllte Auftragsbücher
Die Auftragsbücher der Bombardier-Bahntechniktochter seien sehr gut gefüllt. "Wir haben derzeit bei Bombardier-Transportation einen Auftragsbestand von 30 Milliarden Dollar", sagte Tölsner der Zeitung und fügte hinzu: "Wir können davon gut drei bis vier Jahre leben." Dadurch seien auch die sieben deutschen Werke gut ausgelastet. Dies gelte ebenso für das Werk Hennigsdorf, in dem aufgrund mangelnder Auftragslage in den vergangenen Jahren zahlreiche Stellen gefährdet waren.

Neue Arbeitsplätze entstehen
"Hennigsdorf hat wieder eine gute Zukunft", betonte Tölsner. Dort werde unter anderem der neue Regionalzug "Talent 2" für die Deutsche Bahn gebaut. "Das macht einen Großteil der Auslastung des Werks aus." Die Deutsche Bahn habe 320 dieser Talent-2-Wagen für 1,2 Milliarden Euro bestellt. Dank der guten Auftragslage stelle Bombardier-Transportation jährlich etwa 200 bis 400 neue Mitarbeiter in Deutschland ein, darunter in diesem Jahr 100 Lehrlinge. "Außerdem suchen wir händeringend Ingenieure."


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