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Medienmogul Murdoch baut Einfluss bei Premiere aus


Hintergrund  

Murdoch baut Einfluss bei Premiere weiter aus

16.04.2008, 13:38 Uhr | dpa-AFX / T-Online, t-online.de

Medienmogul Rupert Murdoch baut seinen Einfluss beim Münchner Bezahlsender Premiere konsequent aus. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, das selbst zu Murdochs Medienimperium gehört, will er sein Aktienpaket zumindest auf eine Sperrminorität von 25 Prozent vergrößern. Außerdem solle der Aufsichtsrat des Unternehmens von drei auf sechs Mitglieder erweitert werden. Murdoch würde dann zwei Vertreter entsenden. Auch auf technischer Seite bewegt sich Premiere auf Murdochs Mediengruppe zu. Der Sender gab bekannt, nach Problemen mit gehackten Decodern das Verschlüsselungssystem von Murdochs News Corp. einführen zu wollen. #

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Premiere soll nicht unter fremde Kontrolle kommen
Murdoch peile einen Anteil von 25 bis 26 Prozent an, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Damit könnte er verhindern, dass Premiere unter Kontrolle eines anderen Investors gerät, würde aber die Verpflichtung zu einem Übernahmeangebot an alle anderen Aktionäre vermeiden, das nach deutschem Recht ab einem Anteil von 30 Prozent fällig wäre. Erst Anfang April hatte Murdoch seine Premiere-Beteiligung auf 22,7 Prozent aufgestockt. Er war zunächst Anfang Januar mit knapp 15 Prozent bei dem Bezahlsender eingestiegen.

Murdoch will offenbar mehr Einfluss im Aufsichtsrat
Mit dem höheren Anteil soll offenbar auch der Einfluss Murdochs im Aufsichtsgremium des Bezahlsenders wachsen. Branchenkreisen zufolge gilt im Unternehmen eine Erweiterung des Aufsichtsrates von drei auf sechs Mitglieder auf der Hauptversammlung am 12. Juni in München als wahrscheinlich. Murdoch würde dann zwei Vertreter entsenden.

Annäherung an Partner
Gleichzeitig nähert sich Premiere auch technisch der News Corp. an. Nach massiven Problemen mit Schwarzsehern soll noch im zweiten Quartal ein neues Verschlüsselungssystem eingeführt werden. Neben einer überarbeiteten Version des bisherigen Systems Nagravision will Premiere auch die Videoguard-Software der News Corp.-Tochter NDS nutzen. "Das ist schon eine Richtungsentscheidung", hieß es in Branchenkreisen. Premiere hatte Änderungen bei der Verschlüsselungssoftware schon im Februar in Aussicht gestellt.

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