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Warnstreik in Briefzentren - keine Auslandspost

Deutsche Post  

Warnstreik in Briefzentren - keine Auslandspost

16.04.2008, 14:40 Uhr | dpa / T-Online, t-online.de

Postwarnstreik am Frankfurter Flughafen. (Foto: dpa)Postwarnstreik am Frankfurter Flughafen. (Foto: dpa) Vor der vierten Tarifrunde bei der Deutschen Post AG haben sich bundesweit mehrere tausend Mitarbeiter an Warnstreiks beteiligt. Alle großen Brief- und Paketzentren seien betroffen gewesen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ver.di. Mehrere Millionen Briefe und Pakete würden daher am Mittwoch nicht mehr zugestellt. Da auch die Mitarbeiter am Frankfurter Flughafen in der Nacht zum Mittwoch vorübergehend ihre Arbeit niederlegten, bleibt auch Auslandspost liegen. Rund eine Millionen Briefe und 5000 Pakete wird wegen des Streiks nicht befördert.

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Post: Streikauswirkungen halten sich in Grenzen
Die Deutsche Post äußerte derweil Unverständnis für die erneuten Arbeitsniederlegungen. Sie seien wenig zielführend und wirkten sich auf die Atmosphäre der anstehenden Gespräche eher belastend aus, sagte Postsprecher Uwe Bentsien. Allerdings hätten sich die Auswirkungen der Arbeitsniederlegungen in Grenzen gehalten. "Drei von vier Briefen und die Hälfte aller Paketen konnten zugestellt werden", sagte Post-Sprecher Uwe Bensien. Der Rest werde spätestens an diesem Donnerstag an den Haustüren sein. Die Arbeitgeberseite sei weiter zu einer Lösung am Verhandlungstisch bereit, sagte Bensien.

Mindestens einen Tag Verspätung bei Auslandspost
Wie die Gewerkschaft Ver.di mitteilte, wird fast die gesamte in Deutschland abgeschickte Post ins Ausland ihre Empfänger erst mit mindestens einem Tag Verspätung erreichen. Der Grund: Deutschlands größter Flughafen gilt auch als einer der wichtigsten Verkehrsknoten für Postsendungen ins Ausland.

Ver.di droht mit unbefristeten Streiks
Bereits gestern kam es zu bundesweiten Warnstreiks bei der Post. "Unsere Mitglieder wollen diese Woche Klarheit: Tarifabschluss oder Urabstimmung", sagte der Ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste, Detlev Borowsky, zu den neuen Warnstreiks. Die Gewerkschaft will so den Druck auf die Arbeitgeber vor der vierten Verhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag. Sollte es keine Einigung geben droht Ver.di mit unbefristeten Streiks. Die Mitglieder seien dazu bereit, sagte Borowsky. "Deutlicher als mit den heutigen Streiks kann dies vor einer Urabstimmung nicht zum Ausdruck gebracht werden." Die Verhandlungen am Donnerstag und Freitag seien der letzte Termin, um im Tarifstreit eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden.

Tarifgespräche werden zur Chefsache
In bislang drei Verhandlungsrunden war es aber zu keiner Annäherung gekommen. Erstmals greifen nun in Düsseldorf die beiden Hauptverhandlungsführer auf beiden Seiten, die stellvertretende Ver.di-Bundesvorsitzende Kocsis und Post- Personalvorstand Walter Scheurle, direkt in die Verhandlungen ein.

Streit um Arbeitszeiten und Kündigungsschutz
Die Gewerkschaft fordert für die 130.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Anhebung des Entgelts um sieben Prozent für zwölf Monate bis Ende April 2009. Daneben will sie einen neuen Vertrag, der auch weiterhin betriebsbedingte Kündigungen für die Tarifbeschäftigten bis zum 30. Juni 2011 ausschließt. Außerdem will sie eine Verkürzung der Arbeitszeit von 38,5 Stunden durch jährlich zehn "Arbeitszeitverkürzungstage". Damit soll "arbeitsplatzvernichtenden Auswirkungen" begegnet werden, die sich im Falle einer Erhöhung der Arbeitszeit der 53.000 Postbeamten von 38,5 Stunden auf 41 Stunden in der Woche ergeben könnten.

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