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Bahn bereitetet Börsengang offenbar schon konkret vor


Privatisierung  

Bahn bereitetet Börsengang offenbar schon konkret vor

16.04.2008, 15:13 Uhr | dpa-AFX / AFP / T-Online, t-online.de

Deutsche Bahn: Nächster Halt Börsenplatz (Foto: ddp) Die Deutsche Bahn ist offenbar schon relativ weit mit den Vorbereitungen für ihren Börsengang. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) hat das Unternehmen einen Datenraum für Investoren eingerichtet und auch schon wesentliche Teile des Börsenprospekts erstellt. #

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Englischer Bahn-Name für den Kapitalmarkt?
Die Bahn soll offenbar als "DB Mobility & Logistics" an den Kapitalmarkt gebracht werden, berichtet die FTD unter Berufung auf Finanzkreise. Berater der Bahn für den Börsengang sei die Investmentbank Rothschild. Die Bahn wollte das nicht kommentieren. Auch der Bund sucht demnach einen Berater, die Ausschreibung dafür gehe am 5. Mai zu Ende.

Datenraum für Einblicke
In dem eingerichteten Datenraum könnten Investoren die Bücher einsehen. Das ist üblich, damit sich Interessenten ein genaues Bild machen könnten. Die SPD hatte am Montag einen Kompromiss zur Bahnreform vorgelegt, wonach 24,9 Prozent des staatlichen Unternehmens an Investoren verkauft werden sollen.

Kompromiss noch nicht in trockenen Tüchern
Die Unionsführung signalisierte Zustimmung zu dem SPD-Kompromiss. Allerdings gibt es Kritik daran aus der Wirtschaft, aus der CDU und von Seiten der SPD-Linken. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Mark und der SPD-Politiker Peter Conradi wollten die Einberufung eines Sonderparteitags erreichen, berichtete der "Mannheimer Morgen" unter Berufung auf einen Brief an alle SPD-Parteiratsmitglieder.

Kritiker befürchten Konflikte mit Zielen von Investoren
Die beiden SPD-Politiker kritisieren den Angaben zufolge vor allem die geplante Ausgabe von Bahn-Aktien an private Investoren: "Der Bund könnte als Mehrheitsaktionär seiner Pflicht nicht nachkommen, dem Wohl der Allgemeinheit und ihren Verkehrsbedürfnissen entsprechende Verkehrsangebote zu gewährleisten", heiße es in dem Brief. Die vorgesehene Beschränkung des privaten Aktienanteils von 24,9 Prozent sei "Augenwischerei", weil dieser später durch einfache Vertragsänderung erhöht werden könne.

Genug Stimmen für einen Sonderparteitag?
Der Mannheimer Abgeordnete zeigte sich zuversichtlich, die nötige Mehrheit für die Einberufung eines Sonderparteitags zu erreichen. Dem müssten zwei Fünftel der SPD-Bezirksvorstände oder drei Viertel des Parteivorstandes zustimmen.


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