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Samsung-Chef wegen Steuerhinterziehung angeklagt


Korruptionsaffäre  

Samsung-Chef wegen Steuerhinterziehung angeklagt

17.04.2008, 15:11 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Samsung auf der Elektronikmesse in Las Vegas ( Foto: dpa)Samsung auf der Elektronikmesse in Las Vegas ( Foto: dpa) Nach Sonderermittlungen wegen angeblicher Korruption beim größten südkoreanischen Mischkonzern Samsung ist dessen Chef Lee Kun Hee wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und Untreue angeklagt worden. Lee habe fast 1200 Konten unter anderen Namen zu Aktientransaktionen genutzt und knapp 113 Milliarden Won (etwa 72 Millionen Euro) an Steuern hinterzogen, teilte der leitende Ermittler in Seoul mit.

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Manager bleiben auf freiem Fuß
Neun weitere Topmanager wurden wegen ihrer angeblichen Beteiligung an illegalen Praktiken des Konzerns ebenfalls angeklagt. Die kriminellen Handlungen verdienten eine schwere Bestrafung, hieß es. Von einer Verhaftung Lees und der anderen Manager sahen die Ermittler jedoch ab, da dies zu "erheblichen Störungen" in den Geschäftsabläufen bei Samsung führen könnte, dessen Flaggschiff Samsung Electronics der weltweit größte Hersteller von Speicherchips ist.

Kein Beweis für Bestechungen
Dass der Konzern regelmäßig Beamte bestochen haben soll, habe dagegen nicht nachgewiesen werden können. Auslöser für die Ermittlungen waren Vorwürfe eines früheren Anwalts des Konzerns, wonach Samsung schwarze Konten zur Bestechung eingerichtet habe. Das südkoreanische Parlament hatte die Sonderermittlungen im November vergangenen Jahres beschlossen. Auslöser waren Vorwürfe eines früheren Anwalts des Konzerns, Kim Yong Chul, sowie einiger Bürgerorganisationen.



Südkoreanische Machtspiele
Samsung soll laut den Vorwürfen unter den Namen von Managern und anderen Angestellten zahlreiche Konten eingerichtet und auf diesen illegale Finanzmittel in Höhe von 200 Milliarden Won (fast 130 Millionen Euro) deponiert haben. Untersucht wurde auch der Vorwurf zweifelhafter Aktientransaktionen innerhalb des Konzerns, durch die die Machtübertragung an Lees einzigen Sohn vorbereitet werden sollte. Der Vorwurf lautet auch, der mächtige Konzern solle aus dem Geheimfonds vor allem Staatsbeamte, Journalisten und hohe Vertreter der Staatsanwaltschaft bezahlt haben.

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