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Advanced Micro Devices: Chiphersteller AMD verringert Verluste


US-Chiphersteller  

AMD kann Verluste verringern

18.04.2008, 13:09 Uhr | dpa/ AFP

AMD-Mitarbeiter im Dresdner Werk (Foto: imago)AMD-Mitarbeiter im Dresdner Werk (Foto: imago) Der weltweit zweitgrößte PC-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) kommt auf seinem Weg aus der Verlustzone allmählich voran. Der Intel-Konkurrent verringerte das Minus im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um gut 40 Prozent auf 358 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 1,51 Milliarden Dollar (949 Mio Euro). Der operative Verlust halbierte sich in den ersten drei Monaten knapp auf 264 Millionen Dollar. Das Ziel seien operativ schwarze Zahlen im zweiten Halbjahr, sagte AMD-Finanzchef Robert Rivet am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss in Sunnyvale (Kalifornien). Mit einem Nettogewinn rechnen viele Analysten jedoch selbst 2009 noch nicht.

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Wirtschaftlich schwieriges Umfeld
Der US-Chiphersteller hatte zunächst mehr Umsatz angepeilt, kürzlich aber bereits vor einem schwächeren Wachstum in allen Sparten gewarnt. Das wirtschaftliche Umfeld sei weiter sehr schwierig, sagte Rivet. Mit seinen Ergebnissen erfüllte AMD die Expertenerwartungen. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als 2,5 Prozent auf 6,35 Dollar zu. Im Frankfurter Handel legt die AMD-Aktie ähnlich stark zu. Binnen zwölf Monaten hat sich der Börsenwert allerdings mehr als halbiert.

Rückläufige Umsätze erwartet
AMD steckt nun das sechste Quartal in Folge in der Verlustzone. Der Konzern streicht derzeit zehn Prozent seiner insgesamt mehr als 16 000 Stellen und rechnet dadurch mit neuen bisher nicht bezifferten Einmalkosten. Eine der Hauptfertigungen mit knapp 3000 Beschäftigten steht in Dresden. Im aktuellen Quartal erwartet AMD gemäß dem saisonalen Verlauf seines Geschäfts rückläufige Umsätze.


Im Wettlauf mit Intel
Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte gerade erst eine optimistische Erlösprognose für das laufende Jahr abgeben und damit die Börse erfreut. Mit dem Marktgiganten liefert sich der weit kleinere AMD-Konzern einen Wettlauf um immer leistungsfähigere Prozessoren mit mehreren Rechenkernen, kämpfte jedoch zuletzt mit Lieferproblemen.

ATI-Kauf riss Löcher in die Bilanz
Laut Expertenschätzungen verliert AMD weiter Kunden an Intel und kommt auf einen Marktanteil von weniger als einem Viertel bei PC- Prozessoren. Der überteuerte Kauf des Grafikchip-Spezialisten ATI hatte zudem Milliarden-Löcher in die AMD-Bilanz gerissen. Erst kürzlich schaffte AMD den Posten des Technologiechefs ab. Nun kümmern sich die Spartenmanager um die Entwicklung in ihrem Bereich.

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