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Yahoo lässt Microsoft-Ultimatum verstreichen


Übernahme-Kampf  

Yahoo lässt Microsoft-Ultimatum verstreichen

27.04.2008, 13:02 Uhr | AFP / dpa / T-Online, t-online.de

Sonnige Zeiten für Microsoft? (Foto: imago)Sonnige Zeiten für Microsoft? (Foto: imago) Im Poker um die Übernahme des Internetkonzerns Yahoo ist in der Nacht zum Sonntag ein Ultimatum des Software-Giganten Microsoft verstrichen. Bis zum Ablauf der Frist um Mitternacht (09.00 MESZ) äußerte sich keine der beiden Seiten. Damit droht nun eine feindliche Übernahme durch Microsoft. Der Finanzchef des Konzerns, Chris Liddell, hatte am Donnerstagabend erklärt, sollte das Ultimatum verstreichen, werde sich sein Unternehmen entweder für eine feindliche Übernahme direkt an die Yahoo-Aktionäre wenden oder sein Angebot zurückziehen. Yahoo hatte das Übernahme-Angebot Microsofts in Höhe von knapp 45 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) immer als zu niedrig bezeichnet.

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Microsoft gar nicht soft
Kurz vor Ablauf des Ultimatums hatte Microsoft kurz vor Ablauf seines Ultimatums eine Erhöhung des milliardenschweren Angebots erneut ausgeschlossen. Die Forderungen von Yahoo nach einer höheren Offerte beruhten auf "unrealistischen Erwartungen".

Softwareriese kündigt Ergebnisplus an
Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft kündigte zugleich nach einem wegen Sondereffekten bereits erwarteten Gewinnrückgang im vergangenen Quartal für das neue Geschäftsjahr ab Juli ein kräftiges Ergebnisplus von rund 15 Prozent an. Die US-Konjunkturkrise habe sich bisher nicht wesentlich auf das Geschäft ausgewirkt, sagte Liddell. Rund zwei Drittel des Umsatzes erzielt der Konzern außerhalb der USA. Microsofts Überschuss sank von Januar bis März um rund elf Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro). Der Umsatz erhöhte sich nur leicht auf 14,5 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal hatten jedoch Sondereffekte beim Verkauf des neuen Betriebssystems Windows Vista die Erlöse nach oben getrieben. Um diese bereinigt stieg der Gewinn um 14 Prozent.


Gemeinsam die Google-Dominanz brechen
Experten hatten einen stärkeren Gewinnrückgang befürchtet. Die Analysten waren aber zugleich von den Gewinnaussichten im laufenden Quartal etwas enttäuscht. Die Microsoft-Aktie kam nachbörslich deutlich unter Druck und verlor zeitweise fünf Prozent auf rund 30,30 Dollar. Microsoft will zur Steigerung seines Online-Geschäfts den Rivalen Yahoo für ursprünglich knapp 45 Milliarden Dollar (28 Milliarden Euro) in bar und Aktien übernehmen und gemeinsam die Dominanz des Rivalen Google bei der Online-Suche und der Internet-Werbung brechen. Yahoo ist der Preis bislang zu niedrig, das Unternehmen schließt eine Übernahme aber nicht generell aus.

Microsoft erwartet Umsatzplus
Anfang nächster Woche werde Microsoft über sein weiteres Vorgehen informieren, sagte Liddell. Er widersprach Yahoo-Chef Jerry Yang, der sein Unternehmen im Aufwind sieht. Der Wert von Yahoo steige nicht, sondern sinke im Gegenteil derzeit, sagte der Finanzchef. Für das Ende Juni auslaufende vierte Geschäftsquartal erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 15,5 und 15,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll bei 0,45 bis 0,48 Dollar liegen. Im folgenden Geschäftsjahr 2009 soll der Gesamtumsatz 66,9 bis 68 Milliarden Dollar betragen bei einem Gewinn je Aktie von 2,13 bis 2,19 Dollar.

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