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Mobilfunkanbieter: Freenet kauft Debitel


Übernahme  

Freenet will Debitel kaufen

28.04.2008, 17:56 Uhr | dpa-AFX/ T-Online, t-online.de

Übernahme trotz Widerstands (Foto: dpa)Übernahme trotz Widerstands (Foto: dpa) In Deutschland entsteht wohl der drittgrößte Mobilfunk-Anbieter mit rund 19 Millionen Kunden. Der Aufsichtsrat des Telekommunikations-Dienstleisters Freenet gab am Sonntagabend grünes Licht für die Übernahme des größeren Konkurrenten Debitel. Die Stuttgarter Gruppe soll inklusive Schulden für insgesamt 1,63 Milliarden Euro vom Finanzinvestor Permira erworben werden, wie Freenet nach einer Aufsichtsratssitzung in Hamburg mitteilte. Permira soll im Gegenzug eine Beteiligung von 25 Prozent an Freenet erhalten und wird damit größter Einzelaktionär vor United Internet und Drillisch, die ihrerseits eine Übernahme von Freenet geplant haben. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen.

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Die neue Nummer drei
Das neue Unternehmen wäre die neue Nummer drei im deutschen Mobilfunkmarkt nach der Deutschen Telekom Mobilfunktochter, der T-Mobile und Vodafone. Freenet und Debitel haben allerdings im Gegensatz zu ihnen kein eigenes Netz. Freenet verspricht sich aus der Bündelung der Geschäfte Synergieeffekte in Höhe von mindestens 50 Millionen Euro. Dazu würden auch Arbeitsplätze gestrichen, sagte Spoerr, ohne Details zu nennen. Debitel und Freenet beschäftigten zusammen 7500 Menschen. Spoerr wie auch Debitel-Chef Oliver Steil bekräftigten, dass sie Wachstumschancen für das fusionierte Unternehmen sehen. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) der kombinierten Gesellschaften soll von zuletzt 349 Millionen Euro im kommenden Jahr auf mindestens 450 Millionen Euro ansteigen, wie Spoerr betonte



Widerstand bei Großaktionären
Die Übernahme stößt allerdings auf Widerstand im Aktionärskreis von Freenet. Die Großaktionäre United Internet und Drillisch sprachen sich in einem am Sonntag an die Freenet-Führung verschickten Brief gegen den Kauf von Debitel aus und stellte erneut ein Übernahmeangebot in Aussicht. "Die Abgabe eines Übernahmeangebotes würde selbstverständlich voraussetzen, dass die Debitel-Transaktion nicht durchgeführt wird", heißt es in dem der Nachrichtenagentur vorliegendem Schreiben.

Übernahme als Abwehrmaßnahme
Freenet-Chef Spoerr lehnt einen Kauf durch United Internet und Drillisch ab, die über eine Holding 25,2 Prozent des norddeutschen Unternehmens kontrollieren. Um den Übernahmeversuch abzuwehren, stellte er vor knapp einem Monat die Weichen für einen Erwerb von Debitel. Durch die Ausgabe neuer Aktien an Permira wird der Freenet-Anteil von United Internet und Drillisch sinken.

United Internet und Drillisch wollen Freenet zerschlagen
Nach eigenen Angaben haben United Internet und Drillisch Partner für ihre Pläne gefunden. Acht institutionelle Investoren, die rund 32,6 Prozent des Grundkapitals der Freenet AG hielten, hätten ihr Interesse bekundet, die Aktien zu verkaufen. "Zusammen mit den von uns und von der Drillisch AG gehaltenen Aktien wären dies über 58 Prozent des Grundkapitals", schreibt Dommermuth. Zu den verkaufswilligen Anlegern gehört Kreisen zufolge die Schweizer Großbank Credit Suisse. Der Internet-Konzern United Internet interessiert sich für das DSL- und Portalgeschäft und Drillisch für den Mobilfunkteil.

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