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SAP schockt Markt mit Zahlen


Software-Konzern  

SAP schockt Markt mit Zahlen

30.04.2008, 14:02 Uhr | dpa / T-Online , t-online.de

Firmenzentrale der SAP in Walldorf (Foto: dpa)Firmenzentrale der SAP in Walldorf (Foto: dpa) Europas größter Softwarekonzern SAP hat den Markt mit enttäuschenden Quartalszahlen und Verzögerungen beim Hoffnungsträger Business geschockt. Wegen des schwierigen US-Geschäfts und hoher Kosten für die Mittelstandsoffensive verfehlte SAP im ersten Quartal die Erwartungen mit Abstand. Wegen der Verzögerung verschiebt SAP auch das ursprünglich für 2010 angepeilte Umsatzziel für Business By Design von einer Milliarde Dollar und 10.000 Kunden um 12 bis 18 Monate. Auch das Ziel, für die neue Software in diesem Jahr 1000 Kunden zu finden wird SAP nicht erreichen. Zu Handelsbeginn brach der SAP-Aktienkurs zeitweise um 4,30 Prozent auf 31,63 Euro ein.

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Viele Fragen bleiben offen
Der Bericht sehe sehr schlecht aus, sagten Börsianer. Die Verzögerung von Business By Design sei der größte negative Punkt, hieß es auch in einem Kommentar von Sal. Oppenheim. Und alle Zahlen lägen unter den Schätzungen. Außerdem seien die Schlüsselfragen für SAPs Bewertung nicht beantwortet worden: So sei offen geblieben, wie die Integration von Business Objects vorangehe, außerdem sei nicht klar, wie das US-Geschäfts von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA betroffen sei.



Margenziel wegen geringerer Investitionen angehoben
Die Mietsoftware Business By Design wird in diesem Jahr noch nicht weltweit angeboten. Statt wie geplant in diesem Jahr die Mittelstandssoftware in fünfzehn weiteren Ländern zu starten, will sich SAP auf die sechs Länder konzentrieren, wo die bisherigen Testkunden angesiedelt sind. Starts in weiteren Ländern sind erst für 2009 vorgesehen. Wegen der Verzögerung wird SAP in diesem Jahr 100 Millionen Euro weniger als geplant in die Mittelstandsoffensive schießen. Daher heben die Walldorfer das Jahresziel für die operative Marge vor Abschreibungen für die Business Objects-Übernahme von 27,5 bis 28 Prozent auf 28,5 bis 29 Prozent herauf. An dem Ziel, den Umsatz mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen in diesem Jahr um 24 bis 27 Prozent zu steigern, hielt SAP allerdings fest. Dazu soll das Kerngeschäft ohne den Zukauf Business Objects Wachstum von 12 bis 14 Prozent beitragen.



Quartalszahlen unter Erwartungen
Im ersten Quartal blieb SAP bei allen Kennziffern hinter den Erwartungen zurück. Der Überschuss schrumpfte von 310 auf 242 Millionen Euro. Die befragten Analysten hatten im Schnitt mit 289 Millionen Euro gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von 436 auf 359 Millionen Euro zu, verglichen mit der Prognose von 450 Millionen. Die EBIT-Marge sackte von 20,0 auf 14,6 Prozent. Dazu trugen Ausgaben von 40 Millionen Euro für die Mittelstandsoffensive um Business By Design bei. Der Umsatz erhöhte sich von 2,2 auf 2,46 (Prognose: 2,523 Milliarden) Milliarden Euro. Beim Lizenzumsatz, dem wichtigsten Indikator für die künftige Geschäftsentwicklung, verbesserte sich SAP von 563 auf 622 Millionen Euro (Prognose: 678), beim Produktumsatz einschließlich softwarebezogener Dienstleistungen, der neuen Kernkennziffer von SAP, legten die Walldorfer von 1,52 auf 1,736 (Prognose: 1,822) Milliarden Euro zu.

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