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Investieren wie Warren Buffett


Investieren wie Warren Buffett

05.05.2008, 15:34 Uhr | Financial Times Deutschland , t-online.de

Investment-Guru Warren Buffett (Foto: dpa)Investment-Guru Warren Buffett (Foto: dpa) Es hat 13 Jahre gedauert, bis Warren Buffett wieder den ersten Platz der berühmten Forbes-Geldrangliste eroberte. In diesem Jahr hat der wahrscheinlich bekannteste Finanzinvestor der Welt Microsoft-Gründer Bill Gates vom Thron gestoßen. Das Duell der Superreichen erzählt viel über den aktuellen Zustand der Börsen. So kostete Gates der Kursrückgang seiner Anteile am größten Software-Konzern der Welt etliche Milliarden Dollar.

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"Value"-Gedanke bei der Geldanlage
Buffett dagegen vermehrte sein Vermögen trotz allgemein schwacher Märkte auf nunmehr rund 62 Milliarden Dollar. Buffetts Reichtum macht die Kapitalmärkte besonders neugierig, denn er führt ihn auf eine fundamentale Investment-Philosophie zurück, die er vom ebenso legendären Investor Benjamin Graham übernommen hat und in seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway seit den 70er-Jahren verfolgt: den "Value"-Gedanken der Geldanlage. Dahinter steht eine einfache Regel: Buffett kauft nur Aktien von Firmen, die im Vergleich zu Ertragskraft und Kapitalausstattung unterbewertet sind - also solche Firmen, die regelmäßig ordentliche Erträge produzieren, andererseits aber eher mäßige Wachstumsaussichten haben, sodass "Growth"-Spekulanten sie öfter links liegen lassen.

Immer die Substanz im Auge
Solange die Börsen haussieren, geraten Value-Investoren zwar ins Hintertreffen, weil ihnen im Gegensatz zu "Growth"-Anlegern wahrscheinlich ein Stück vom Wachstumsboom entgeht. In schwachen Zeiten sind Aktien vermeintlich langweiliger Firmen dafür aber umso gefragter - was Buffetts Vermögenszuwachs im schwierigen Börsenjahr 2007 geradezu lehrbuchhaft demonstriert. Hendrik Leber, Chef der Frankfurter Fondsboutique Acatis und bekennender Fan der Value-Investoren Graham und Buffett, hält seit Auflage seines globalen Aktienfonds im Jahr 1997 einen hohen Anteil an Berkshire Hathaway im Portfolio. Auch ansonsten setzt er auf klassische "Value"-Aktien wie Finanzwerte, Konsumgüterhersteller und klassische Industriekonzerne.



Von Kursrückgängen profitieren
Die Kursrückgänge an den weltweiten Börsen dürften langfristig orientierten Value-Investoren durchaus zugutekommen, ist Leber überzeugt: "Eine solche Krise erhöht auch die Chance, günstig bewertete Aktien zu finden", erläutert der mehrfach ausgezeichnete Fondsmanager. "Wer bei der Auswahl auf Unternehmen mit Substanz achtet, findet jetzt besonders gute Gelegenheiten."

Übrigens! Wenn Sie mehr über Value-Branchen oder "Growth"- Anleger erfahren möchten, dann klicken Sie einfach doppelt auf Value und dann auf Wikipedia. Probieren Sie es aus.

Value-Branchen unter Druck
Der allgemeinen Marktsituation konnte sich Leber mit seinem "Acatis Aktien Global"-Fonds allerdings nicht entziehen. Im Jahresvergleich notiert der Fonds mit über 14 Prozent im Minus. Ein Grund dafür: Die Immobilienkrise in den USA hat im vergangenen Jahr mit Banken und Versicherungen zwei klassische Value-Branchen besonders stark unter Druck gesetzt. Bereits im Februar haben Aktien von Finanzdienstleistern allerdings im Gegenzug überdurchschnittlich stark zugelegt, sodass der Fonds sich 2008 bislang besser schlägt als der Gesamtmarkt. Ohnehin sehen Value-Investoren die Börsenbaisse durchaus auch mit einem lachenden Auge.



Steigende Zahl von Kaufgelegenheiten
So freut sich Jens Moestrup Rasmussen, Manager des "Sparinvest Global Value"-Fonds der gleichnamigen dänischen Kapitalanlagegesellschaft, über die steigende Zahl von Kaufgelegenheiten, seit die Kurse gesunken sind. "Vor einem Jahr war es deutlich schwieriger, attraktive Titel für den Fonds zu finden", sagt Rasmussen. "Jetzt ergeben sich für einen Fonds, der immer zuerst auf Verlustrisiken schaut und dann auf günstige Einstiegskurse, viele neue Gelegenheiten."

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